Wyhl: 7. Februar 2012 – SPD Kreisverband Emmendingen gegen ACTA

Der SPD Kreisverband Emmendingen ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an Protesten gegen das ACTA-Projekt am 11.02.2012, wie zum Beispiel in Freiburg, zu beteiligen. Im Anti-Counterfeiting Tade Agreement (ACTA), einer Vereinbarung zwischen USA, EU und Japan, soll festgeschrieben werden, dass die Internetanbieter für Urheberrechtsverstöße ihrer Nutzerinnen und Nutzer haftbar gemacht werden.

Deshalb müsse das EU-Parlament die geplante Regelung ablehnen und hiergegen vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.

Die Internetanbieter werden und Betreiber von Netzwerken werden indirekt dazu gezwungen, Ihre Nutzer auf Urheberrechtsverletzungen hin zu überwachen. „Dies ist ein erheblicher Eingriff in die Freiheitsrechte der Bürger und verstößt gegen unsere Datenschutzbestimmungen“, so SPD-Kreisvorsitzender Johannes Fechner.

Zudem soll nach dem ACTA-Abkommen Internetnutzern bei dreimaligem Verstoß gegen das Urheberrecht der Internetzugang gesperrt werden. „Das Internet ist ein wichtiges Informationsmedium, diese Nutzung zu verwehren, ist nach meiner Auffassung des Grundgesetzes sehr bedenklich“, kommentiert die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle.

„Die Folgen des ACTA sind nicht absehbar. Es steht fest, dass das Internet hiermit einer nicht zu tolerierenden Überwachung unterliegen würde. Außerdem hilft ACTA auch nicht den Urheberrechtsinhabern sondern nur großen Medienverlagen und führt somit am Problem vorbei.“, argumentiert der SPD-Internetbeauftragte Raphael Pfaff.

(Quelle: Offizielle Pressemitteilung – SPD Kreisverband Emmendingen)

 

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