Wie wird die Kreditwürdigkeit berechnet?

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Bild: © Regiorebellen

Die zwei Aspekte der Bonitätsprüfung

Wer bei der Bank einen Kredit beantragt, der wird einer Bonitätsprüfung unterzogen. Dabei achtet das kreditgebende Institut auf zwei verschiedene Aspekte: zum einen die finanzielle Bonität des Kunden und zum anderen auf die persönliche. Die persönliche Bonität hat den größten Einfluss auf die Vergabe des Kredits. Denn bei einem negativen Eintrag und somit einem schlechten Bonitätsindex wird der Kreditantrag abgelehnt. Anders sieht es bei der finanziellen Bonität aus, hier bewertet jede Bank anders und hat etwas Spielraum.

Bonitätsindex wird von einer Auskunftei errechnet

Der Bonitätsindex wird von einer der fünf in Deutschland ansässigen Auskunfteien errechnet. Wie allerdings die Berechnung genau erfolgt, ist nicht nachvollziehbar, da es hierfür keine genauen Angaben gibt. Die Bank legt hierfür die Datenbestände einer Auskunftei zugrunde, in der zum Beispiel sämtliche in Anspruch genommenen Kredite hinterlegt sind. Aber auch das Girokonto, die Handyverträge und der Arbeitgeber sind hier vermerkt.

Handelt es sich hierbei positive Merkmale (91 % der Daten bei der SCHUFA sind positiv) dann steht der Kreditvergabe in der Regel nichts mehr im Wege. Ist allerdings ein Negativmerkmal gespeichert, so wird der Kredit in der Regel abgelehnt. Die persönliche Bonität wird somit von einer Auskunftei berechnet und hier gilt, je höher der Wert ist, desto besser ist auch die Bonität. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann im Vorfeld eine kostenlose Berechnung des Bonitätsindex durchführen lassen.

Berechnung der finanziellen Kreditwürdigkeit

Stimmt der Bonitätsindex, dann überprüft das Kreditinstitut die finanzielle Kreditwürdigkeit oder Bonität. Sie ist für Banken ebenfalls wichtig und klärt unter anderem die Frage, ob das Haushaltsnettoeinkommen dafür reicht, die monatlich anfallenden Raten stemmen zu können.

Die hierfür erforderlichen Kennzahlen werden dem Kreditantrag entnommen, wie zum Beispiel Angaben des Arbeitgebers und des Anstellungsvertrages, das monatliche Einkommen und die monatlichen Ausgaben. Außerdem fließen weitere vorhandene Zahlungsverpflichtungen mit ein. Nur wenn nach Abzug der monatlich anfallenden Kosten noch genügend Geld übrig bleibt, erfolgt eine Zusage.

 

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