Was tun bei Verdauungsproblemen?

Grafik © Regiorebellen

Millionen Deutsche leiden unter dem sogenannten Reizdarmsyndrom

Rund ein Viertel aller Menschen, die in einer Industrienation leben, haben regelmäßig mit Beschwerden im Magen- und Darmtrakt zu kämpfen. In den kommenden Jahren soll diese Tendenz noch weiter steigen.

So leiden mittlerweile etwa zwölf Millionen Menschen allein in Deutschland am Reizdarmsyndrom – andere berichten von Verdauungsproblemen mehrmals im Monat. Die Ursachen hierfür sind häufig Stress, zu wenig Bewegung sowie eine falsche Ernährungsweise. Ist man betroffen, sollten die Beschwerden nicht ignoriert werden. Stattdessen kann eine der folgenden Maßnahmen ergriffen werden.

Bei akuten Beschwerden
Wer kurzfristig unter Verdauungsproblemen leidet, kann diese je nach Symptom mit unterschiedlichen Mitteln in den Griff bekommen. Bei zu viel Nahrung im Bauch hilft beispielsweise Tee aus Ingwer, Anis oder Fenchel. Die darin enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung an und räumen den Magen auf. Auch ein Spaziergang direkt nach dem Essen löst das drückende Gefühl im Magen. Die Bewegung unterstützt die natürlichen Abläufe im Darm und senkt den Blutdruck.

Ist die Verdauung hingegen durch eine längere Antibiotikaeinnahme durcheinandergeraten, kann man mit Lebensmitteln wie Joghurt, Topinambur, Flog- oder Chiasamen dagegen angehen. Diese enthalten viele verdauungsfördernde Ballaststoffe oder Milchsäurebakterien. Ihre positive Wirkung kommt daher, dass Ballaststoffe Abfallprodukte binden und die Milchsäurebakterien die körpereigenen Bakterien der Darmflora bei ihrer Arbeit unterstützen.

Das hilft langfristig
Hat man regelmäßig mit Verdauungsbeschwerden zu tun, ist das ein Signal des Körpers, dass etwas nicht stimmt. In vielen Fällen ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten und kann ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen. Betroffene können dies mithilfe eines Selbsttests quasi eigenständig von zuhause aus überprüfen. Die Probe entnimmt man in Ruhe in den eigenen vier Wänden, schickt sie ins Labor und erhält die Ergebnisse nach kurzer Zeit in digitaler Form. Aufbauend auf der Analyse lassen sich weitere Maßnahmen ergreifen – das bedeutet in den meisten Fällen eine Umstellung der Ernährung.

Ernährungsanalyse beim Fachmann
Zunächst muss die gegenwärtige Situation genauer betrachtet werden. Berücksichtigung finden dabei Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpermaße, Vorerkrankungen und ähnliches. Diese Informationen liefern erste Anhaltspunkte über den gesundheitlichen Zustand einer Person. Der Ablauf der Analyse ist für Patienten recht einfach: Im Wesentlichen muss man in einem Ernährungsprotokoll dokumentieren, was man zu sich nimmt; die Daten werden anschließend ausgewertet. Basierend darauf bekommen Betroffene Empfehlungen für die Ernährungsumstellung, in manchen Fällen sogar inklusive eines Ernährungsplans.

Weiterbildung durch Veranstaltungen
Interessierte können bzw. konnten sich im Januar an zwei Abenden im Bürgerhaus Zähringen über das Thema Ernährung und Gesundheit informieren. Der Lifestyle- und Gesundheitsexperten Michael Despeghel sprach am 7. Januar über mehr Leistungsfähigkeit für den Körper; Ernährungsexperte Boris Schwarz tauschte sich im Anschluss daran über Ernährungsgewohnheiten aus.
Am 29. Januar sind dann Andreas Scheler und Niko Rittenau, Allgemeinmediziner und Ernährungsprofi, vor Ort. Scheler wird über die Darmflora aufklären und Rittenau das Thema Superfoods näher beleuchten.

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