Was sind High Rollers

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Grafik: © Regiorebellen

In den Casinos gibt es einen Begriff für reiche Spieler die um große Beträge spielen – sie werden “High Rollers” oder auch “Casino Whales” genannt

Nicht selten, spielen High Rollers in einer einzigen Nacht um hunderttausende Dollar oder auch mehr. Mit ihnen machen die Casinos das meiste Geld und entsprechend werden sie auch behandelt.

Viele Casinos in Vegas und auch an anderen Orten auf der ganzen Welt, unterhalten eigene High Roller Clubs. Die Spieler werden behandelt, als wären sie Könige. So geht, je nach Casino, z.B. die Luxus-Suite aufs Haus und es werden Gourmet-Mahlzeiten und erlesene Getränke zum Nulltarif serviert. Besondere VIP-Karten für Shows, die Rennbahn, oder angesagte Konzerte, gehören ebenfalls zum Portfolio der Casinos. Das geht bis hin zu Luxus-Limousinen mit Chauffeur & Charter-Jets, die den High Rollern zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

Natürlich soll sich das Ganze rechen und das tut es offensichtlich auch.

Den High Rollern wird am Spieltisch natürlich Kredit gewährt, es würde auch komisch aussehen, wenn Sie mit einem Koffer voller Geld, oder auch Jetons in den Casinos herum laufen würden. Undenkbar auch, dass sie auf diese Weise womöglich bestohlen werden, was in diesen Kreisen ein absolutes No-Go währe und das entsprechende Casino  diskreditieren würde.

Das Kreditlimit richtet sich dabei, wie im normalen Leben auch, nach dem gewährten Kreditrahmen – je reicher ein Spieler, um so höher ist auch das Limit.

Allerdings gibt es auch hier, keine Regel ohne Ausnahme. Nicht selten, wird auch mehr Kredit gewährt, als es die persönlichen Verhältnisse des Spielers hergeben. Die Gründe sind u.A. um weitere High Roller anzulocken, oder wie es z.B. bei der Rezession der Fall war, die reichen Spieler weiterhin an das Haus zu binden. Damals, während der Rezession, entstanden gigantische Spielschulden. Für solche Fälle, stellen Casinos Wertberichtigungen in 3-Stelliger Millionenhöhe bereit. Letztlich haben die Casinos einen Großteil der Schulden einfach abgeschrieben.

Was geschieht mit den Casino-Schuldnern?

Die Folge von hohen Spielschulden ist, mit wenigen Ausnahmen, die Verarmung. Nicht wenige der bekanntesten Spieler der Welt, endeten buchstäblich am Bettelstab, wie man so sagt.

Selten geht es dabei aber so krass aus, wie für den wohl berühmtesten Baccarat-Spieler aller Zeiten, der für seine hohen Einsätze berühmt und berüchtigt war. und dabei wohl leider nicht diese Baccarat-Tipps zum Geldmanagement beachtet hat.

Die Rede ist hier natürlich von dem japanischen Immobilienmakler Akio Kashiwagi. Er gewann 1990 unglaubliche 22 Millionen Dollar in Australien. Die Summen um die er spielte, waren legendär hoch und somit entsprechend riskant sein Spiel. Bis zu 200.000 Dollar, setzte Kashiwagi beim Baccarat, auf eine einzige Hand, was ihm den Namen “Krieger des Baccarat” einbrachte.

1990, ereilte Kashiwagi das Schicksal der meisten großen Spieler. Seine Glückssträhne brach ab und er verlor, wenige Monate nachdem er weitere 6 Millionen USD im Trump Plaza gewonnen hatte, im Rematch rund 10 Millionen US-Dollar.

Hierzu gibt es aber anscheinend zwei verschiedene Versionen. Während die Einen behaupten, Kashiwagi sei einfach abgereist ohne zuvor seine Spielschuld zu begleichen, behaupten Andere, er sei gezwungen worden sein Spiel zu beenden.

Die Pechsträhne Kashiwagis, hielt bis nach Europa – seinem nächsten Ziel an. Hier soll er mindestens weitere 15 Millionen USD verloren haben.

Etwa 2 Jahre später, wurde Kashiwagi in seinem Anwesen in Fujiyoshida ermordet aufgefunden. In japanischen Presseberichten wurde vermutet, dass seine Spielschulden dabei eine zentrale Rolle gespielt haben könnten und hinter der Tat, möglicherweise ein Auftragsmord stecken könnte.

Auf der anderen Seite muss aber zumindest in Erwägung gezogen werden, dass der Mord an Kashiwagi auch ganz andere Gründe gehabt haben könnte – oder aber zumindest nicht das einzige mögliche Mordmotiv waren.

Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Samurai-Schwert gehandelt haben was, zumindest auf den ersten Blick, nicht die gängiste Waffe unter westlichen Auftragsmördern zu sein scheint.

Hinzu kommen einige Gerüchte um Kashiwagis Vergangenheit. Kashiwagei, der aus eher ärmlichen Verhältnissen stammt und zunächst als Gepäckträger arbeitete, soll durch die Erschließung des Gebietes um den Berg Fuji, Millionen durch die steigenden Grundstückspreise gemacht haben.

Einem weiteren Gerücht zufolge, soll er mit Kreditgeschäften einige Geschäftsleute betrogen haben. Obwohl diese ihre Schulden bezahlen wollten, soll sich Kashiwagi statt dessen deren Besitz angeeignet haben. Hier wäre also möglicherweise Rache, als ein weiteres Motiv denkbar, zumal keinerlei Wertgegenstände aus Kashiwagis Anwesen fehlen, obwohl sich darunter auch teure Antiquitäten und wertvolle japanische Gemälde befanden.

Die Wahl der Mordwaffe, lässt aber auch auf die japanische Mafia – die Yakuza schließen, zu der Kashiwagi Verbindungen gehabt haben soll.

Davon ausgehend, dass an den Gerüchten etwas dran ist – käme als Täter sowohl ein Auftragskiller der Spielerszene, ein betrogener japanischer Geschäftsmann oder auch die Yakuza in Frage – womit die Spielschulden des Baccarat-Warrior vielleicht doch nicht das Mordmotiv ist.

Fest zu stehen scheint, dass Kasiwagi seinen Mörder kannte – es gab keinerlei Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen in sein Haus. Kashiwagi der seine Türen stets verschlossen hielt, musste seinen Mörder folglich selbst ins Haus gelassen haben…

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