Über 170 Rettungseinsätze für die Bergwacht

Viel zu tun für die Bergwacht Schwarzwald

Meldung vom 7.1.2013

Komplizierte Notfälle nehmen auch auf den Skipisten zu

„Ski und Rodel gut“ heißt es in diesem Winter nur in den höchsten Lagen des Schwarzwaldes. Nach einem schneereichen Winterbeginn konzentriert sich der Skibetrieb seit einigen Wochen auf wenige Skigebiete.

Für die Bergwacht Schwarzwald bedeutet dies dennoch viel Arbeit. Allein in den Weihnachtsferien rückten die Helfer der Bergwacht zu über 170 Rettungseinsätzen aus. Neben kleinen Blessuren und klassischen Skiunfällen mussten dabei auch schwerer verletzte Personen notfallmedizinisch versorgt werden. „Nicht mehr nur Skidaumen oder verdrehte Kniegelenke müssen von unseren ehrenamtlichen Einsatzkräften kompetent behandelt werden. Komplizierte Notfälle nehmen auch auf den Skipisten zu. Dazu gehören sowohl mehrfach verletzte Patienten als auch Rettungen abseits der markierten Skipisten oder Winterwanderwege“, erklärt Bergwacht-Pressesprecher Adrian Probst.

Erst am vergangenen Samstag mussten Helfer der Bergwacht Todtnau eine erschöpfte Frau retten, die sich bei dichtem Nebel und Wind unterhalb des Herzogenhorngipfels verstiegen hatte. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Münstertal rückten in der Silvesternacht um 23 Uhr zum ersten, um 1 Uhr zum zweiten Einsatz aus. „Der zeitliche Aufwand, der für Ausbildung, Bereitschaftsdienst und Rettungseinsätze notwendig ist, nimmt kontinuierlich zu.

Zusätzlich müssen Veranstaltungen wie Christbaum-, Kuchen- oder Getränkeverkäufe organisiert werden, damit sich die ehrenamtlichen Helfer ihre Einsatzkleidung finanzieren können“, so Probst. Helikoptereinsätze konnten aufgrund der oftmals schlechten Witterung nur wenige geflogen werden.

Die bodengebundenen Notärzte wurden daher verstärkt alarmiert, hatten auf ihrer Anfahrt aber gerade im Bereich Feldberg oft mit der schwierigen Verkehrssituation zu kämpfen. Suchaktionen mussten insgesamt nur wenige bearbeitet werden. „Hier scheint sich unsere Präventionsarbeit bezahlt zu machen, die wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Liftbetreibern verstärkt haben“ freut sich Pressesprecher Probst. „Wir hoffen, dass der Winter noch einmal zurückkommt und Sportler und Gäste die restliche Saison sicher und gesund genießen können“.

(Quelle: Bergwacht Schwarzwald)

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