Sexting: Wie schnell Jugendliche zu Opfern werden

Schnell berühmt doch leider peinlich….

Deutschland: Immer mehr Jugendliche und auch Erwachsene, versenden per Handy und Instant-Messengern Nacktfotos von sich. Eine amerikanischen Studie von 2008, der National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy ergab, dass 20 Prozent der 13 bis 19-Jährigen und 59 Prozent der 20 bis 26-Jährigen, schon Sextings versendet haben.

Doch Experten warnen, auch Snapchat, eine Instant-Messenger-Anwendung für Smartphones und Tablets, ist keinesfalls sicher.

Die mit Snapchat versendeten Bilder, sollen nur wenige Sekunden zu sehen sein, bevor sie sich dann selbst zerstören. Doch Vorsicht! Die angeblich zerstörten Bilder, sollen mit wenig Aufwand gefunden und wieder hergestellt werden können.

Sexting vs. Kinderpornografie

Diese Form der Bildverbreitung, die Minderjährige nackt zeigt, kann schnell dem Bereich der Kinderpornografie zugeordnet werden. Hier kann ein Verstoß gegen §184b oder §184c StGB vorliegen und ist somit strafbar!

Sexuelle Darstellungen von Kindern unter 14 Jahren, sind generell verboten: Bei  Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren, kommt bei §184c eine Straffreiheit in Frage, allerdings nur dann, wenn die jugendpornografische Darstellung mit Einwilligung der abgebildeten Person erstellt wurde.

Kritiker warnen vor der missbräuchlichen Verbreitung von solchen Fotos über das soziale Netzwerke und das Internet.

Jugendliche, die sich im sicheren Glauben wähnten, dass ihre Bilder z.B. nach dem Versenden via Snapchat zerstört wurden, könnten zu ungewollter Berühmtheit gelangen, wenn ihre Fotos plötzlich in sozialen Netzwerken für alle zugänglich sind. Selbst der Freund oder die Freundin – können leicht zu Ex werden und dann anvertraute Intimbilder ins Netz stellen.

Neben der hohen Peinlichkeit, für die auf diese Weise im doppelten Sinne entblößten Jugendlichen, die oft nicht nur im Netz, sondern auch auf in der Schule deshalb gedisst werden, beginnt oftmals ein höchst unangenehmer Spießrutenlauf.

Sogar Bewerbungen können deshalb scheitern

Neben der hohen psychischen Belastung,  kann zu allem Überfluss schon ein einziges im Netz auffindbares Foto, auch noch zum Karrierekiller werden.

Eine Umfrage des Bundes Deutscher Unternehmensberater ergab, dass rund 28 Prozent der HR-Consultants das Internet nach verräterischen Spuren ihrer Bewerbungskandidaten durchforsten.

Bei der Umfrage zeigte sich, dass rund 34 % der Bewerber, aufgrund der Internetrecherche, erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden. Erfahren tun das die Bewerber nur, wenn sie selbst nach ihrem Namen googeln und auf unvorteilhafte Treffer stoßen. Das sich ein Sexting im Bewerbungsverfahren nicht besonders gut macht, bedarf vermutlich keiner näheren Erklärung.

Den wenigsten Jugendlichen ist bewusst, dass ein einziger Klick unter Umständen ausreicht, um sich selbst massiv zu schaden. Deshalb ist Aufklärung besonders wichtig und fordert Schulen und Eltern gleichermaßen.

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