Polizei Freiburg aktuell: Polizeibericht vom 3.04.2020

Polizeibericht Freiburg aktuell
Aktuelle Polizeimeldungen für Freiburg Bild: © Polizei

Polizeimeldungen für Freiburg & die Region

Auggen: Schwerer Bahnunfall auf der Rheintalstrecke

Freiburg – Auggen: Auf der Rheintalstrecke zwischen Basel und Freiburg im Breisgau kam es am frühen Donnerstagabend (02.04.2020) gegen 19:30 Uhr zu einem Bahnunfall. Ersten Erkenntnissen zu Folge stürzte auf Höhe Auggen ein Betonteil von einer sich im Bau befindlichen Brücke in den Gleisbereich.

Ein mit Lastkraftwagen beladener Zug kollidierte in der Folge mit dem Brückenteil und entgleiste teilweise. Durch den Aufprall erlitt der Triebfahrzeugführer tödliche Verletzungen.

Im Waggon hinter der Lok befanden sich insgesamt zehn Lkw-Fahrer. Die meisten wurden leicht verletzt.

Durch die Komplettsperrung der Rheintalstrecke zwischen Basel und Freiburg im Breisgau kam es zu Zugausfällen und Verspätungen.

Update 3.04.2020: Wie die bisherigen polizeilichen Abklärungen ergaben, hatte sich ein weit über 100 Tonnen schweres Brückenteil gelöst und stürzte auf die Gleise, wo es zur Kollision mit dem betreffenden Zug kam. Die Betonplatte hatte sich von einer Brücke gelöst, die in den kommenden Tagen hätte zurück gebaut werden sollen.

Einer der zehn im Personenwagon befindlichen Lkw-Fahrer war zunächst eingeklemmt und musste geborgen werden, zwei weitere zogen sich leichte Verletzungen zu, sieben weitere Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Der 51jährige Zugführer verstarb noch an der Unfallstelle.

Verantwortliche des Eisenbahnbundesamtes sowie Kriminaltechniker der Kriminalpolizei Freiburg befinden sich vor Ort.

Für weitere Informationen zur Streckensperrung zwischen Freiburg und Basel bitten wir sich unter bahn.de/Aktuelle Verkehrsmeldungen zu informieren.

Die Ermittlungen zur konkreten Unfallursache dauern an.

Freiburg: Jugendlicher beraubt 20-Jährigen – Festnahme – Zeugen gesucht

Freiburg – Dreisamufer-Uhlandstraße: Von einem 16-Jährigen beraubt worden sein soll ein 20-Jähriger am Mittwoch, 01. April in der Uhlandstraße in Freiburg. Wie der Geschädigte der Polizei mitteilte, soll der mutmaßliche Täter im Bereich der Johanneskirche gegen 14 Uhr zunächst das Mobiltelefon des Geschädigten für ein Telefonat ausgeborgt haben.

Während des Telefonats am nahegelegenen Dreisam-Ufer soll der Beschuldigte dem Geschädigten schließlich mehrere Gegenstände aus einer Westentasche entwendet haben. Als der Bestohlene dies bemerkte, rannte der 16-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand in Richtung Uhlandstraße davon und stieß dabei den Geschädigten zu Boden, wodurch dieser verletzt wurde. Die in der Folge durch den Geschädigten verständigte Polizei konnte den mutmaßlichen Täter vorläufig festnehmen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0761-882-5777 zu melden.

St. Peter: Unfall, Motorradfahrer prallt gegen Baum

Freiburg –  St. Peter, L 127: Am Donnerstag, 02.04.2020 ereignete sich gegen 16.25 Uhr auf der L 127 zwischen St. Peter und St. Märgen ein Motorradunfall. Ein 54-jähriger Fahrer war in einer Zweiergruppe unterwegs und kam in einer Linkskurve zu Fall.

Im weiteren Verlauf rutschte er von der Fahrbahn und prallte gegen einen Baum, wobei sich der Fahrer einen Fuß brach. Die vergleichsweise glimpflichen Verletzungen sind möglicherweise darauf zurückzuführen, dass der Bikder eine Airbagweste trug. Er musste dennoch mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. An seiner fast neuen KTM entstand Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Löffingen: Unfall beim Überholen

Freiburg – Löffingen, OT Seppenhofen: Am Donnerstag, 02.04.2020 gegen 8:18 Uhr kam es auf der K4972 zwischen Seppenhofen und Unadingen zu einem Verkehrsunfall. Ein 48-jähriger PKW-Fahrer fuhr in Richtung Unadingen und beabsichtigte kurz nach dem Ortsausgang Seppenhofen nach links auf einen Feldweg abzubiegen, weshalb er seine Geschwindigkeit reduzierte.

Ein hinter ihm fahrender 82-Jähriger erkannte die Situation zu spät, setzte zum Überholen an und kollidierte seitlich mit dem abbiegenden PKW des 48-Jährigen. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf ca. 9.500 EUR. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch lokale Abschleppdienste geborgen werden. Die Fahrzeugführer überstanden den Unfall glücklicherweise unverletzt.

Freiburg: Auftakt der Motorradsaison in Zeiten der Corona-Pandemie

Freiburg – Polizeiliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Motorradunfällen: Die Zahl der schwerverletzten und getöteten Motorradfahrer bewegte sich beim Polizeipräsidium Freiburg im Jahr 2019 erneut auf hohem Niveau. Obwohl die Gesamtzahl der Motorradunfälle abnahm, war bei den schweren Unfallfolgen keine Entspannung zu erkennen.

28 Prozent der im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums getöteten Verkehrsteilnehmer waren mit dem Motorrad unterwegs. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, werden auch im Jahr 2020 wieder intensive Maßnahmen zur Unfallbekämpfung stattfinden.

Die Motorradsaison beginnt diesen April nicht nur bei sonnigem Wetter, sondern auch unter den besonderen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Neben den straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften sind dieser Tage zusätzlich die gültigen Rechtsvorschriften zur Kontaktvermeidung einzuhalten.

Darüber hinaus ist es vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung wünschenswert zu prüfen, ob die Freizeitausfahrt in der aktuellen Situation nicht besser verschoben werden sollte.

Nichtsdestotrotz rechnet das Polizeipräsidium Freiburg damit, dass wieder vermehrt Motorradfahrer auf den beliebten Strecken in Südbaden unterwegs sein werden. Insbesondere die Verkehrspolizeiinspektion Freiburg wird darauf mit erhöhter Präsenz und verstärkten Kontrollmaßnahmen reagieren.

Die Polizei rät, bei den ersten Ausfahrten nach längerer Pause, besonders vorsichtig zu sein, bis sich Routine und Fahrpraxis wieder einstellen. Das Motorrad sollte vor der ersten Fahrt auf Mängel überprüft werden (Reifen, Bremsen, Licht, Betriebsflüssigkeiten usw.). Achten Sie auf eine angepasste, dem Fahrbahnverlauf und den eigenen Fähigkeiten entsprechende Geschwindigkeit.

Seien Sie besonders vorsichtig beim Überholen. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und vermeiden Sie unnötiges und Lärm verursachendes Beschleunigen.

Aufgrund der aktuell gültigen Rechtsvorschriften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten bis auf Weiteres besondere Regeln. Zusammenkünfte von Personengruppen sind ebenso verboten, wie Durchreisen aus klassifizierten Risikogebieten – regional Bedeutsam sind hier insbesondere die benachbarten Regionen in Frankreich und der Schweiz.

Diese neuen Regeln gelten überall, sind nicht örtlich beschränkt und finden daher auch im Hochschwarzwald und in anderen bei Motorradfahrern beliebten Gegenden Anwendung. Die Polizei wird im Rahmen von Verkehrskontrollen auch auf die Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg achten und festgestellte Verstöße konsequent ahnden.

Dies könnte beispielsweise der Fall sein, wenn Gruppen von Motorradfahrern auf Rastplätzen angetroffen werden und den geforderten Mindestabstand zueinander nicht einhalten oder wenn Durchreisende aus Risikogebieten angetroffen werden.

Von gemeinsamen Ausfahrten wird daher grundsätzlich abgeraten!

Im Interesse der Verkehrsteilnehmer und zum Schutz der eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wird darum gebeten, bei Verkehrskontrollen möglichst Abstand zu halten und den Anweisungen der Kontrollierenden zu folgen.

Die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer werden dringend gebeten, die besondere Situation aufgrund der Corona-Pandemie zu beachten, unnötige Kontakte zu vermeiden und durch freiwilligen Verzicht einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Sollten Sie dennoch Ihre Fahrt antreten wollen, berücksichtigen Sie schon bei der Planung die geltenden Bestimmungen. Treffen Sie sich nicht in Gruppen und halten Sie Abstand zueinander!

(Quelle: Polizeipräsidium Freiburg)

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