Lesetipp: Unisex Tarife: Noch schnell die alten Tarife sichern?

Zeit zum Handeln – ab dem 21. Dezember werden viele Tarife teurer!

26.11.2012

Unisextarife bedeutet zwar eine Gleichbehandlung
doch günstiger wird es in vielen Fällen deshalb nicht

Bei den Unisextarifen handelt es sich um Versicherungstarife, bei denen das Geschlecht des Antragstellers keinen Einfluss auf die Höhe des Beitrags nimmt. Aufgrund einer Bestimmung der EU müssen die Versicherer auf diese Weise verfahren.

Generell ist diese Entwicklung erfreulich, denn bislang wurden bei den Geschlechtern je Versicherung deutliche Beitragsunterschiede festgesetzt. So haben beispielsweise Männer bei der privaten Krankenversicherung profitiert. Weil sie statistisch gesehen niedrigere Behandlungskosten haben, zahlen sie niedrigere Beiträge. Mit der Einführung der Unisex Tarife wird sich dies ändern. Männer und Frauen zahlen dann denselben Beitrag.

Nun sollte man meinen, dass vor allem die Frauen profitieren. Doch auf dem Gesundheitssystem lastet ein enormer finanzieller Druck. Deshalb werden die Versicherer die PKV für Frauen nicht günstiger machen – stattdessen werden Männer, die nach Einführung der Unisex Tarife in die PKV wechseln, stärker zur Kasse gebeten.

Aufgrund der bevorstehenden Umstellung der Versicherungstarife sind viele Personen gut damit beraten, sich noch rechtzeitig versichern bzw. einen der alten Tarife abzuschließen. Gerade im Bereich der privaten Krankenversicherung bietet sich männlichen Interessenten die Chance, noch einen günstigen Versicherungsschutz zu erhalten. Wer abwartet und später wechselt, muss mit höheren Kosten rechnen.

Letztlich ist die private Krankenversicherung nur einer von zahlreichen Versicherungsbereichen. Selbstverständlich gibt es auch Bereiche, in denen Frauen damit beraten sind, noch schnell einen der alten Tarife abzuschließen. Eines der zweifelsfrei besten Beispiele ist die Kfz-Versicherung. Frauen konnten ihre Fahrzeuge bislang günstiger versichern, doch bald wird sich dies ändern. Da bietet es sich geradezu an, jetzt noch einen Tarifvergleich zu machen.

(Redaktion Regiorebellen)

2 KOMMENTARE

  1. Die Versicherer dürfen das Geschlecht zwar nicht mehr als Kriterium heranziehen, aber die Kosten bzw. Risiken bleiben bestehen. Und es ist nur logisch, dass vor allem mit mehr Frauen in den neuen Tarifen zu rechnen ist. Deshalb werden die Beiträge für Männer stärker steigen als sie für Frauen sinken.

    Wie man hört, werden einige Anbieter im Zuge dessen auch die Leistungen anbheben, getreu dem Motto “Wo wir gerade schon dabei sind, die Beiträge anzuheben…”. Dies ist aber keinesfalls als negativ zu betrachten, wurden der PKV doch erst vor kurzem eklatante Leistungslücken vorgeworfen.

  2. Die Aussage “sich noch rechtzeitig versichern bzw. einen der alten Tarife abzuschließen” ist leider ja nicht immer so möglich! Ich wollte mich als Selbständiger auch noch 2012 privat krankenversichern. Leider war das kaum möglich, denn bedingt durch eine Hausstaub Allergie wurde ich von den meisten PKV abgelehnt.
    Es gab zwei Versicherer, die mich genommen hätten, aber dann hätte ich über 300 Euro Risikozuschlag zahlen müssen!
    Das war dann wohl nichts mit günstig versichern!

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