Immuntherapien zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten

Immuntherapien gewinnen in der Medizin immer mehr an Bedeutung: Einige Formen sind schon seit Jahren etabliert. Unter der Bezeichnung Hyposensibilisierung werden sie zur Allergie-Behandlung eingesetzt. Neue Entwicklungen der Immuntherapie sind sogar vielversprechend im Kampf gegen Krebs. Doch was versteht man unter einer Immuntherapie und wie hilfreich ist sie?

Formen der Immuntherapie

  • Immuntherapie als Prävention: Immuntherapien können den Ausbruch schwerwiegender Erkrankungen wie Asthma und teilweise sogar Krebs verhindern. Heuschnupfen-Patienten entgehen mit einer Spezifischen Immuntherapie den störenden Allergiesymptomen sowie dem Risiko, Asthma zu bekommen. Bei dieser Therapie bekommt der Allergiker über drei bis fünf Jahre lang verteilt etwa 50 Injektionen mit den allergieauslösenden Stoff in steigender Dosis verabreicht. Diese Therapie gibt es auch als Kurzzeit-Hyposensibilisierung, bei der der Betroffene über den Zeitraum von drei Jahren kurz vor Saisonbeginn vier Spritzen mit Allergenen und Hilfsstoffen bekommt. Bei dieser Form der Therapie zeigen sich im Normalfall nach einem Jahr signifikante Besserungen mit Langzeit-Wirkung. Eine Studie in 7 europäischen Ländern belegte, dass eine frühzeitige Immuntherapie Asthma bei Kindern verhindern kann.Bei etwa 20 % der Krebserkrankungen besteht vorher eine chronische Infektion, etwa eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus. Sie ist häufig Ursache von Leberkrebs. Eine Immuntherapie in Form einer Impfung unterstützt die T-Zellen des Immunsystems des betroffenen Patienten. Diese Therapieform steckt noch in der Erforschung, konnte in den letzten Jahren jedoch Erfolge zeigen, in denen Leberkrebs erfolgreich verhindert wurde.
  • Immuntherapie im Kampf gegen Krebs: Dann, wenn Chemotherapien, Operationen und Bestrahlungen keine Wirkung zeigen, kommen die noch relativ neuen Immuntherapien zum Einsatz gegen Krebs. Wie auch bei der Prävention wird hierbei beim körpereigenen Immunsystem angesetzt. Dem Körper werden bestimmte Botenstoffe zur Abwehr und Tötung der Krebszellen zugeführt. Der Wirkstoff wurde vom Science Magazine zum Wissenschafts-Durchbruch 2013 gekürt. Er ist im Körper enthalten und gibt dem Immunsystem die Anweisung, den Körper nach schädlichen Zellen zu untersuchen und diese zu zerstören. Künstlich zugeführtes GcMAF verstärkt diese Aktion. Auch diese Therapieform wird noch erforscht und weiterentwickelt, doch sie wurde bereits erfolgreich im Kampf gegen Krebs eingesetzt.

Die Immuntherapie gilt als vielversprechender Ansatz im Kampf gegen Krebs, doch es bedarf noch einiger Jahre Forschung. Eine gesunde Lebensweise bleibt die wichtigste Form der Prävention.

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