Höher, schneller, gefährlich: Extremsportarten-Trends für 2019

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Bildrechte: Flickr Eisklettern Dirk Groeger CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Extremsport-Trends

Menschen, die Extremsport betreiben, wollen Abenteuer erleben und ihre Grenzen überwinden. Während Vorsichtigen schon beim Zusehen die Haare zu Berge stehen, verschaffen Bungee Jumping und Co. Wagemutigen einen besonderen Kick. Diese Sportarten garantieren 2019 Nervenkitzel pur – sollten jedoch nicht ohne die nötige Vorbereitung betrieben werden.

Verletzungsrisiko nicht unterschätzen

Extremsportarten sind immer eine extreme physische und mentale Herausforderung, und oft bedeuten sie ein hohes Risiko für Leben und Gesundheit. Deshalb sind derartige Sportarten längst nicht für jeden geeignet. Wer sich dabei überschätzt, kann sich schwer verletzen oder gar in Lebensgefahr geraten. So erlitt im Jahr 2016 ein Wingsuit-Springer in Freiburg einen tödlichen Unfall.

Eine intensive Vorbereitung ist für Extremsportler deshalb immens wichtig. Sie beinhaltet regelmäßiges Training, viel Übung und eine gute Ausrüstung. Außerdem sollten Extremsportler in guter körperlicher und psychischer Verfassung sein und sich vorab eingehend über mögliche Gefahrenquellen informieren. Um sich gegen die teilweise sehr hohen Folgekosten eines Unfalls zu schützen, sollten sie sich ausreichend versichern. Ein Vergleich verschiedener Angebote für eine private Unfallversicherung lohnt sich; dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass der infrage kommende Tarif die Risiken der ausgeübten Sportart(en) abdeckt.

Eisklettern

Klettern an gefrorenen Wasserfällen und vereisten Felswänden ist der ultimative Wintertrend für furchtlose Extremsportler. Für diese Bergsteig-Disziplin benötigt man Übung in alpinem Klettern, eine geeignete Schutzausrüstung, Steigeisen und Eispickel. Eisklettern ist sehr gefährlich und erfordert dementsprechend eine sorgfältige Planung. Auch im Schwarzwald kommen abenteuerlustige Eiskletterer auf ihre Kosten, zum Beispiel am 97 Meter hohen Todtnauer Wasserfall zwischen Todtnauberg und Aftersteg, an den gefrorenen Kaskaden der 163 hohen Triberger Wasserfälle oder an den Zweribachwasserfällen bei St. Peter.

Snowkiten

Beim Snowkiten gleiten die Sportler rasant durch die Lüfte, ähnlich wie beim Kiten im Sommer. Zum Snowkiten benötigt man einen Kite, also einen Drachen mit 20 bis 30 Meter langen Leinen und eine Stange zum Lenken des Drachens, eine sogenannte Bar. Zum Winter-Kiten eignen sich unterschiedliche Sportgeräte, zum Beispiel Snowboards, Skier und Snowblades.

Kiiking

Kiiking – Sportschaukeln – ist eine noch junge Sportart aus Estland, die äußerst schwierig auszuführen und damit definitiv nichts für Kinder ist. Die Riesenschaukel besteht nicht aus Seilen wie eine gewöhnliche Kinderschaukel, sondern aus langen Balken. Beim Kiiking muss der Sportler aus eigener Kraft so viel Schwung holen, dass er sich in bis zu sieben Metern Höhe überschlägt. Beim Kiiking wird im Stehen geschaukelt. Hände und Füße sind mit Gurten und Schlaufen befestigt. Ein Adrenalin-“Kiik” ist dabei garantiert.

Planking

Was sich nach einer Bauchübung anhört, ist nicht nur ein Liegestütz, der das Bauchfett wegschmelzen lässt, sondern auch ein verrücktes Erlebnis, das den Plankern einen Adrenalinkick verschafft. Planking wurde im Internet als “Lying Down Game” bekannt. Die teilnehmenden Personen legen sich an ungewöhnlichen Orten, zum Beispiel auf Straßen, in Supermärkten, auf Baustellen, Rolltreppen und anderen, meist öffentlichen Plätzen stocksteif wie ein Brett und mit dem Gesicht nach unten hin. In Freiburg wurde ein Plank unter anderem auf dem Münsterplatz hingelegt. Im Unterschied zu den meisten anderen Extremsportarten erfordert Planken weder besondere Kenntnisse noch Fähigkeiten. Den Kick verschafft Plankern das Verbotene und die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

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