Grippewelle; Experten erwarten zahlreiche schwere Fälle von Influenza

Die Grippewelle hat Baden-Württemberg erreicht

07.02.2013

Die Grippewelle hat endgültig die Bundesrepublik erreicht. Die Gesundheitsbehörden erwarten besonders zahlreiche und schwere Fälle von Influenza. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg hat bereits eine entsprechende Warnung ausgesprochen.

„Es ist eine starke Grippewelle zu erwarten, stärker als in den beiden vergangenen Wintern“, so Pressesprecher Peter Zaar vom Landesgesundheitsamt. Bereits sehr früh habe man die ersten Erkrankungen registriert, so dass die diesjährige Krankheitswelle sehr lange dauern könnte. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart hat seit Oktober 2012 rund 126 Fälle der echten Influenza festgestellt. 38 Erkrankte mussten in eine Klinik eingewiesen werden. Damit steht für die Landesbehörden fest, dass die Grippewelle auch in Baden-Württemberg angekommen ist.

Impfung für Risikogruppen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sammelt in jedem Jahr die Daten der Grippewelle. Bereits in der ersten Kalenderwoche 2013 wurden dem Institut 138 Fälle gemeldet. Bundesweit stellten die Experten fest, dass die Zahl der Atemwegserkrankungen ansteigt. Das schlimmste Ausmaß der Grippewelle wird allerdings erst in einigen Wochen erwartet.

Das nimmt Katrin Altpeter (SPD), die Sozialministerin in Baden-Württemberg, zum Anlass, auf die wirksame Prophylaxe hinzuweisen: Die Impfung ist die beste Vorbeugung ! Vor allem ältere und chronisch kranke Menschen sollten sich gegen die Grippe impfen lassen. „Für wirksamen Impfschutz ist es noch nicht zu spät“, erklärt die Ministerin.

Fachärzte warnen vor Ansteckungsgefahr

Die Möglichkeit einer Ansteckung ist vor allem in Karnevalszeiten besonders groß. Die Lungenärzte warnen vor den Risiken in der närrischen Zeit. „Größere Menschenansammlungen steigern die Ansteckungsgefahr erheblich“, mahnt Dr. Michael Barczok, Lungenfacharzt im Lungenzentrum Ulm. In den Kneipen und Bars wird es während der tollen Tage sicher hoch hergehen, und hier können sich die Grippeviren in der warmen Luft schnell ausbreiten und durch Tröpfcheninfektion andere Menschen anstecken. Für die Aktivisten im Karneval wird eine Impfung nun nicht mehr sinnvoll sein, denn bis ein wirksamer Schutz aufgebaut ist, dauert es 10 bis 14 Tage.

Schutz durch einfache Mittel

Vorbeugung ist aber möglich. Das Gesundheitsamt empfiehlt, so oft wie möglich die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Wer husten oder niesen muss, sollte das in die Ellenbeuge tun und nicht in die vorgehaltene Hand. Diese Maßnahmen schließen das Risiko einer Ansteckung zwar nicht gänzlich aus, können es aber verringern.

3 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, ich brauche einen sehr dgd. Rat.

    Meine Tochter 34 kommt morgen für einige Tage nach Hause zu mir.
    ( Ich bin die Mutter, bin 72 Jahre)Bei meiner Tochter wurde gestern die Virusgrippe/ Influenza bestätigt. Sie wurde 10 Tage krank geschrieben und mit Tamiflur behandelt.Ich möchte ihr beistehen-aber wie soll ich mich verhalten,um nicht selbst angesteckt zu werden?
    Für eine Antwort und Rat bin ich sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Karin Tönnessen.

  2. Liebe Frau Tönnessen,

    da wir hier keine Ärzte sind, können wir Ihnen keine verbindliche Auskunft geben. Es ist bekannt, dass besonders ältere Menschen wenn sie sich anstecken wesentlich gefährdeter sind für schwere Verläufe.

    Eine Impfung würde eher weniger bringen, da es ca. 10 Tage dauert bis der Schutz aufgebaut ist und Ihre Tochter ja schon morgen kommt.

    Auf jeden Fall sollten Sie IMMER wenn Sie ihre Tochter berührt haben oder mit Gegenständen in Berührung kommen die Ihre Tochter angefasst hat – gründlich die Händer MIT Seife waschen.

    Die Räume mehrmals täglich gut lüften und wenn möglich es so gestalten, dass Ihre Tochter sich überwiegend in ihrem Zimmer aufhält um die Viren nicht in der ganzen Wohnung an sämtlichen Gegenständen zu hinterlassen.

    Ja viel mehr kann ich Ihnen da nicht raten – empfehle Ihnen aber einen Arzt zu befragen. Auch am Samstag gibt es in Krankenhausern oder in den Leitstellen also – medizinischer Notdienst- diensthabende Ärzte die Ihnen vielleicht noch konkretere Informationen hierzu geben können.

    Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute

  3. grippe aber vom arzt bekommt man nichts verschrieben alles soll man selber kaufen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here