Gesundheit: Herzbericht 2012

Baden-Württemberg: Weniger Todesfälle durch Herzerkrankungen

23.1.2013

Wie der aktuelle Herzbericht zeigt, sterben in Baden-Württemberg mitunter die wenigsten Menschen an Herzerkrankungen und Infarkten. Dank einer guten medizinischen Versorgung und neuen Therapien ist es gelungen, die Zahl der Todesfälle deutlich zu reduzieren.

Herzerkrankungen sind in Deutschland dank ungesunder Ernährung und fehlender Bewegung seit langem auf dem Vormarsch. Die steigende Zahl an Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Rhythmusstörungen bestätigt auch der aktuelle Herzbericht, der kürzlich von der Deutschen Herzstiftung zusammen mit drei Fachgesellschaften herausgebracht wurde.

Deutlich wird auch, dass ein Herzleiden heutzutage kein Todesurteil mehr ist, denn die Betroffenen sterben immer seltener verfrüht an ihrer Erkrankung oder einem Herzinfarkt. Grund dafür sind vor allem eine bessere Versorgung und neue Behandlungsmöglichkeiten, die allerdings starke regionale Unterschiede erkennen lassen.

Mehr Herzinfarkte, aber weniger Todesfälle

Insgesamt ist die Zahl der Menschen, die einen Herzinfarkt erleiden, zwischen 2000 und 2010 bei den Männern um 32,5 Prozent und bei den Frauen um 17 Prozent gestiegen. Allerdings sterben immer weniger Patienten an den Folgen eines Infarkts. Während vor gut dreißig Jahren noch fast 93.000 Menschen einem Infarkt zum Opfer fielen, waren es 2010 nur noch 55.000.

Baden-Württemberg mit guter medizinischer Versorgung

Baden-Württemberg gehört mit 59 tödlichen Herzinfarkten auf 100.000 Einwohner jedoch zu den Bundesländern, in denen es am wenigsten tödliche Herzinfarkte gibt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern, in denen es bis zu 111 Herzinfarktopfer gibt, könnte eine bessere medizinische Versorgung mit kürzeren Anfahrtswegen und ein gutes Notarztsystem der Grund für diese Unterschiede sein.

Auch im bundesweiten Vergleich steht das Bundesland bei Krebserkrankungen, Rückenleiden und der Lebenserwartung überdurchschnittlich gut da.

Medizinischer Fortschritt verringert Risiko und Aufwand

Neben gesünderer Ernährung und mehr Sport könnten vor allem neue Behandlungsmethoden die Situation verbessern. Besonders ältere Menschen profitieren schon vom medizinischen Fortschritt. Beispielsweise wurde das Ablationsverfahren seit den Achtziger Jahren erheblich verbessert und kann heute bereits bei Menschen weit über 75 Jahren angewendet werden.

Auch eine neue Herzklappe muss nicht mehr durch den Brustkorb eingesetzt werden, sondern kann problemlos über einen kleinen Schnitt in der Leiste zum Herzen transportiert werden. Dadurch verringern sich nicht nur die Risiken für die Betroffenen, sondern auch der Aufwand für die Mediziner.

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