Freiburg: Polizeibericht vom Mittwoch, den 13.02.2013

Freiburg
Polizei- Meldungen

Titisee-Neustadt

Nachtrag zu: Brandkatastrophe

Weitere Ermittlungen im Brandfall der Caritas-Werkstätte in Titisee-Neustadt

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Freiburg und der Polizeidirektion Freiburg

Brand in der Caritas-Werkstätte St. Georg

Wie bekannt brach am 26.11.2012 kurz vor 14.00 Uhr ein Brand in der Caritas-Werkstätte St. Georg in Titisee-Neustadt aus. 14 Personen wurden getötet und 10 Personen wurden verletzt. Weiter entstand erheblicher Gebäudeschaden.

Nach dem mittlerweile vorliegenden schriftlichen Gutachten des Sachverständigen ging der Brand von einem Katalytofen aus, bei dem das Gasflaschen-Ventil zur Propangasflasche vollständig geöffnet war. Das Linksgewinde des seitlichen Anschlussstutzens war mechanisch nicht beschädigt und die einzelnen Gewindegänge waren intakt.

Der Katalytofen war mit der Gasflasche nicht mehr verbunden mit der Folge, dass Propangas ungehindert ausströmen konnte. Nach dem unkontrollierten Gasaustritt entzündete sich das Gas, so dass es zu dem folgenschweren Brand kam. Anhaltspunkte für einen technischen Defekt an den Bauteilen ergaben sich nach den Untersuchungen des Sachverständigen nicht.

Vielmehr ist nach seiner Beurteilung die Ursache für den unkontrollierten Gasaustritt und das nachfolgende Brandgeschehen auf einen Bedienungsfehler im Umgang mit dem Katalytofen und einer Propangasflasche zurückzuführen.

Der Ofen war nicht als Heizung in der Werkstätte vorgesehen, sondern diente als Heizung für den anstehenden Weihnachtsmarkt. Er war nach den bisher durchgeführten Ermittlungen am 26.11.2012 getestet worden.

Nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis ist fraglich, ob die erforderliche Gefährdungsbeurteilung des Katalytofens im erforderlichen Umfang durchgeführt wurde.

Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung

Erkenntnisse über eine mögliche Dokumentation lagen bislang nicht vor. Eine Gefährdungsanalyse und eine entsprechende Dokumentation wären jedoch bereits vor Bereitstellung und Nutzung des Katalytofens erforderlich gewesen.

Da somit ein Anfangsverdacht dahingehend besteht, dass der Katalytofen ohne hinreichende Gefährdungsanalyse und ohne erforderliche Dokumentation als Arbeitsmittel bereitgestellt und genutzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft sowohl gegen den vormaligen als auch den derzeitigen Werkstättenleiter ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet.

Im Rahmen dieses mittlerweile eingeleiteten Ermittlungsverfahrens wurde beim Amtsgericht Freiburg ein Durchsuchungsbeschluss zur Erhebung entsprechender Unterlagen erwirkt.

Am 05.02.2013 wurden die Unterlagen freiwillig herausgegeben.

Beide Beschuldigte sind mittlerweile anwaltlich vertreten.

Die Ermittlungsbehörden werden die überlassenen Unterlagen auswerten. Anschließend wird über einen eventuellen Fortgang des Ermittlungsverfahrens entschieden werden.

Titisee-Neustadt

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Foto: Polizei

Brennender Pkw

Pkw-Fahrer unverletzt

Am Mittwoch, den 13.02.2013, gegen 05:20 Uhr, wurde der Polizei mitgeteilt, dass auf dem Parkplatz beim Narrenbrunnen in Titisee-Neustadt ein Pkw stehe, der stark qualmen würde.

Bis zum Eintreffen der ebenfalls verständigten Feuerwehr war der Motorraum des Pkw VW Golf, älteres Baujahr, bereits ausgebrannt. Die Feuerwehr hatte den Brand trotzdem danach schnell gelöscht.

Nach Sachlage hatte der Fahrer des Pkw die noch vorhandenen Reste der Fastnachtsverbrennung übersehen und sein Fahrzeug in den Asche- und Glutresten festgefahren.

Der 24-jährige Fahrer, welcher in vollem Umfang fahrtüchtig war, blieb unverletzt.

Es entstand beim Pkw wirtschaftlicher Totalschaden.

Neuenburg, Zienken

Unfall – Überschlagen und gegen Stromkasten geprallt – Fahrer leicht verletzt

Pkw fährt zu schnell und kommt von der Fahrbahn ab 

Vermutlich zu schnell war der Fahrer eines Fiat Panda auf dem Verbindungsweg zwischen Zienken und Hügelheim. Ein Fahrzeugführer kam mit seinem Pkw offensichtlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr mehrere Beregnungsrohre. Der Wagen hatte sich daraufhin überschlagen und kam schließlich an einem Stromkasten zum Stillstand. Durch den Aufprall wurde zudem eine Stromleitung abgerissen uns sorgte für einen Stromausfall im dortigen Bereich.

Für den 19-jährigen Fahrzeugführer ging der Unfall am Dienstagabend, 12. Februar, gegen 20.30 Uhr noch glimpflich aus. Er kam mit nur leichten Verletzungen davon. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 8.000 Euro.

(Quelle: PD Freiburg)

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