Freiburg: Mord im Rieselfeld – Tatverdächtiger festgenommen

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Mord in einer dieser Rieselfelder Wohnungen. Foto: Bernd Schiel

Zeugenaussagen und Indizien verhärten den dringenden Tatverdacht – es erging Haftbefehl

Freiburg 21.5 2012: Pressekonferenz bei der PD Freiburg. Kriminaldirektor Bernd Belle (Leiter der Kripo Freiburg), Kriminaloberrat Raoul Hackenjos (Leiter der Soko Rieselfeld) und Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier.

Nach 5000 Ermittlungsstunden in denen 144 Spuren verfolgt und rund 200 Zeugenvernehmungen statt fanden –  gibt es einen ersten Fahndungserfolg im Mordfall Rieselfeld, so Kriminaldirektor Bernd Belle – Soko Rieselfeld.

Am 18.05.2012, um 17.00 Uhr, wurde in Müllheim ein dringend tatverdächtiger aus Kasachstan stammender 39-jähriger Monteur festgenommen.

Am 19.5. um 17.14 Uhr, wurde er der Haftrichterin vorgeführt und von dieser die Untersuchungshaft angeordnet. Der Mann wurde in die Justizvollzugsanstalt Freiburg eingeliefert. Der Tatverdächtige hat die deutsche Staatsbürgerschaft und lebt seit 1994 in Deutschland.

Folgende Beweise/Indizien führten zum dringenden Tatverdacht

Der Tatverdächtige stand schon recht früh mit im Fokus der Soko Rieselfeld.

Die  Zeugenvernehmungen und die Abklärung des Umfeldes führten zu einer Vielzahl von Widersprüchen und belastenden Indizien. Diese waren so gravierend, dass die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beantragte.

Auch liegen bereits erste Ergebnisse aus der Spurenauswertung vor. So wurde auch eine DNA- Spur des Verdächtigen in der Wohnung der Opfer in Freiburg Rieselfeld gefunden.

Momentan wird von folgendem Tathergang ausgegangen:

Abends am 11. Mai 2012 – höchstwahrscheinlich gegen 22:00 Uhr  – betrat der Tatverdächtige die Wohnung der Opfer.

Auf Grund der bestehenden Vorkontakte und geschäftlichen Beziehungen gehen die Ermittler davon aus, dass das männliche Opfer dem Tatverdächtigen die Tür zur Wohnung öffnete.

Zum Tathergang schweigt der Tatverdächtige. Beide Opfer wiesen mehrere Stichverletzungen auf.

Das Tatwerkzeug konnte von der Soko Rieselfeld bislang noch nicht sichergestellt werden.

Tatmotiv

Der 39-jährige Monteur befindet sich in großer finazieller Not weswegen das Tatmotiv der Habgier am Wahrscheinlichsten ist.

Zwischen Opfer und Tatverdächtigem bestanden seit geraumer Zeit geschäftliche (nicht angemeldete, finanzielle) Kontakte. Das Opfer hat dem Monteur Aufträge im Bereich Elektro erteilt so Hackenjos.

Pressekonferenz zum Mord in Rieselfeld. Auf dem Bild: Kriminaldirektor Bernd Belle, Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier und Pressesprecher Karl-Heinz Schmidt. Foto: Bernd Schiel

Anhaltspunkte für anderweitige Motive im Mordfall Rieselfeld gibt es momentan nicht.

Die Staatsanwaltschaft

Herr Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier, Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg erläutert. Der Haftbefehl stützt sich auf zureichende tatsächliche Anhaltspunkte, dass der Festgenommene als Täter in Betracht kommt. Hierfür sprechen eine Vielzahl bislang vorliegender Ermittlungsergebnisse der Soko Rieselfeld. Der dringende Tatverdacht wurde mehrfach geprüft und konnte bislang nicht ausgeräumt werden.

Der Haftbefehl gründet sich auf das Mordmerkmal Habgier und der Heimtücke. In Bezug auf das zweite Opfer muss von einem Verdeckungsmord ausgegangen werden.

Da die Auswertung der Spuren noch nicht abgeschlossen ist, gilt der Mann bislang zwar als dringend tatverdächtig – darf aber noch nicht als Täter bezeichnet werden.

Sollte er als Täter überführt werden, so erwarten ihn gleich mehrere Anklagen

  • Totschlag
  • Mord
  • Verdeckungsmord/Doppelmord

sagt Oberstaatsanwalt Maier.

Die Ermittlungen zum Mordfall Rieselfeld laufen weiterhin auf Hochtouren. Über 50 Ermittler der Soko Rieselfeld sind mit dem Fall beschäftigt und derzeit stehen noch Ergebnisse aus von der Auswertung aller gesicherten Spuren.

Es wird weitere Vernehmungen des Tatverdächtigen und des Umfelds geben. Auch ist eine Tatrekonstruktion  geplant um weitere Aufschlüsse zum Tathergang zu gewinnen.

Der Tatverdächtige ist nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht vorbestraft und hat allem Anschein nach auch keine spezielle kampftechnische Ausbildung, dennoch konnte er die Tat vermutlich recht schnell ausführen und seine Opfer in kürzester Zeit Handlungsunfähig machen.

(Redaktion Regiorebellen)

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