Freiburg: Messerstecher sticht auf Polizisten ein

SYMBOL-Foto: Polizei EM

Brandgefährlicher Einsatz für Polizeistreife des Reviers Nord

Polizei kann Messerstecher überwältigen – Schnittverletzungen an beiden Händen.

Bereits am Samstagnachmittag (23. November 2013), um 13:30 Uhr, kam es in der sogenannten Sicherheitsschleuse des Polizeireviers Freiburg-Nord zu einem sehr gefährlichen Einsatz, bei dem ein 24 Jahre alter Polizeibeamter durch einen Messerstecher schwer verletzt wurde. Die Tat wurde von einem 27 Jahre alten Mann begangen, der psychisch als sehr verhaltensauffällig gilt und dessen Persönlichkeit in den letzten Tagen polizeilich intensiv abgeklärt wurde. Aus diesem Grunde gibt die Polizei erst heute von dem Sachverhalt Kenntnis.

Rückblick

Der 27-jährige Tatverdächtige war am Samstagnachmittag kurz vor 13:30 Uhr auf dem Vorplatz des Polizeireviers Freiburg-Nord an der Bertoldstraße erschienen. Er sprach eine Polizeistreife an, die sich im Streifenfahrzeug befand. Der Mann äußerte durch die zum Glück nur wenige Zentimeter heruntergelassene Scheibe der Fahrertür: „Ihr habt jetzt einen Einsatz, steigt mal aus!“. Dem Mann wurde angedeutet, er solle zur Anzeigenaufnahme auf das Polizeirevier gehen. Dieser Aufforderung kam der 27-Jährige nach.

Zeuge gibt Hinweise auf Messer

Kurz nachdem der Mann die Sicherheitsschleuse des Polizeireviers Freiburg-Nord betreten hatte, kam ein Mitarbeiter eines Messergeschäfts aus der Freiburger Innenstadt auf den Vorhof des Polizeireviers. Zu der gleichen Streifenbesatzung sagte er, der Mann, der soeben das Polizeirevier betreten habe, habe vor wenigen Minuten ein Messer aus den Auslagen gestohlen. Nunmehr musste die Polizeistreife von einer akuten Gefährdungslage ausgehen.

Aggressor sticht sofort zu

Die beiden Streifenpartner des Polizeireviers Freiburg-Nord waren nach dieser Mitteilung sofort in die Sicherheitsschleuse gegangen, hatten den Messerdieb angesprochen und von hinten wegen des Messers umklammert. Dieser fasste sich dennoch in den hinteren Hosenbund und zog ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 17 cm (!). Mit diesem stach er mehrfach nach hinten um den Beamten im Unterleib zu treffen, der ihn umklammerte. Mit großem Glück war es dem Ermittler gelungen, durch Wegdrehen nicht getroffen zu werden.

Der zweite Beamte hatte unterdessen versucht, den Arm des Täters zu ergreifen, mit dem er das Messer gegen seinen Kollegen führte. Dabei zog er sich an beiden Händen schwere Schnittverletzungen zu. Durch großes Glück und durch das beherzte Einschreiten der beiden Polizeibeamten des Polizeireviers Freiburg-Nord war es gelungen, den Aggressor zu entwaffnen, ihn festzunehmen und letztendlich in eine Fachklinik einzuweisen. Die Ermittlungen hat die Freiburger Kriminalpolizei übernommen. Sie dauern unvermindert an.

Folgen der Messerattacke

Beide betroffenen Beamten sind derzeit nicht im Dienst. Sie sind krankgeschrieben. Der 24 Jahre alte Polizeibeamte erlitt an beiden Händen Schnittverletzungen, die genäht werden mussten. Ein Nerv war durchtrennt worden. Der Ermittler fällt für längere Zeit aus. Auch der andere Polizeibeamte, 30 Jahre alt, trägt an den Folgen der Tat. Er ist zwar körperlich unverletzt, wird das Erlebte aber noch verarbeiten müssen.

Polizeichef Alfred Oschwald hat beiden Beamten für ihren beherzten und mutigen Einsatz gedankt und ihnen schnelle und vollständige Genesung gewünscht. Die beiden Polizeibeamten des Innenstadtreviers werden von sogenannten Konfliktberatern der Polizeidirektion Freiburg betreut.

Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Freiburg vorgelegt. Bereits im Juni 2013 war der Aggressor schon einmal wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte auffällig gewesen.

(Quelle: PD Freiburg)

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