Emmendingen: Alex Schulz wird neuer Wildtierbeauftragter im Landkreis

Waldkirch Entenfamilie - Elz
enten in der elz - Foto: regiorebellen.de

Schulz erwartet vielfältiges Aufgabengebiet

Seit Jahresbeginn hat der Landkreis Emmendingen einen neuen Wildtierbeauftragten. Alex Schulz gilt ab sofort als erster Ansprechpartner für sämtliche Themen, die die Wildtiere in der Region betreffen. Schulz erwartet in seiner neuen Position ein vielfältiges Aufgabengebiet, das sich unter anderem mit dem Thema “Wilde Tiere im Siedlungsraum” beschäftigt. 

Wildtiere Enten
Foto: regiorebellen.de

Schulz löst Klemens Doll ab

Lange Zeit war Klemens Doll Wildtierbeauftragter des Landkreises. Er wechselte im Zuge der umgesetzten Forstreform jedoch in den Landesdienst und ist seitdem als Förster tätig. In seiner neuen Position, die er seit Anfang Januar ausfüllt, betreut Doll den Staatswald, der zu den Gemarkungen Sexau, Katzenmoos, Emmendingen, Freiamt und Waldkirch gehört. 

Der Posten des Wildtierbeauftragen wurde bereits im Oktober 2017 ins Leben gerufen. Die Wildtierbeauftragten sind vor allem wichtige Ansprechpartner für die Bürger der Region. Ihnen steht nun in der Jagdbehörde, die Teil des Landratsamtes in Emmendingen ist, ein Experte für alle Fragen zur Verfügung, bei denen es um den korrekten Umgang mit Wildtieren geht.

Wildtiere sind immer wieder ein Thema, mit denen sich die Einwohner auseinandersetzen. “Es gibt viele Möglichkeiten, wie Familien mit Wildtieren in Kontakt kommen können, sei es dabei auch nur der Marder, der in der Garage sein Unheil treibt. Immer mehr Haushalte berichten gerade im ländlichen Raum zudem von Dachsen, die im Hausgarten unterwegs sind.”, wie Katja Dreher von Petmeister erklärt. In all diesen Fällen können sich Bürger an Alex Schulz wenden. 

Wildtiere kommen dem Menschen wieder näher

buntmarder
Sibirischer Buntmarder Bild: Stadt Freiburg

Schon seit einigen Jahren drängen die Wildtiere aus dem Wald immer stärker in die Siedlungsnähe des Menschen. Gründe dafür gibt es auch im Landkreis Emmendingen viele. So wurde der natürliche Lebensraum der Wildtiere durch den Menschen immer mehr verkleinert. Der anhaltende Flächenverbrauch, aber auch das Nahrungsangebot sind heute Gründe, die dafür sorgen, dass Wildtiere wie Dachs und Wildschwein in der Nähe des Menschen wohlfühlen. 

Alex Schulz wird als Wildtierbeauftragter des Landkreises immer wieder mit neuen Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert. So ist er der erste Ansprechpartner für Behörden und Gemeinden. Er steht aber auch Wildtierschützern sowie Hegegemeinschaften Rede und Antwort. Nicht zuletzt gilt er als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Behörden. Um die Bevölkerung mehr für das Thema zu sensibilisieren, plant Schulz zudem einige Infoveranstaltungen und möchte den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen. 

Darüber hinaus wird Schulz aber auch dann tätig, wenn es aufgrund von Wildtieren im Siedlungsbereich zu Konflikten kommt. In diesen Fällen ist es seine Aufgabe, den betroffenen Bürgern mit Lösungsvorschlägen zur Seite steht. Um dies zu gewährleisten, wird sich Schulz intensiv mit den verschiedenen Aufgaben der Netzwerkarbeit auseinandersetzen. 

Ein weiterer Bereich, in dem der neue Wildtierbeauftragte in Zukunft mitwirken wird, ist das von der FVA ins Leben gerufene Wildtiermonitoring. Im Fokus dieses Monitorings stehen seltene Wildtierarten, die sich zusehends wieder in einzelnen Regionen Deutschlands niederlassen. So werden im Landkreis lebende Biber und Wildkatzen im Rahmen des Programms erfasst. Auch Luchs und Auerwild ernten hier Interesse. Das Monitoring sammelt die GPS-Daten der Tiere und wertet so beispielsweise deren Bewegungsradius aus.

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