Ecstasy, Cannabis, Kokain und Heroin
Drogen auf der Autobahn

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Foto: Polizei

In 2011 wurden große Mengen an Drogen
auf den Autobahnen sichergestellt

Fahndungsdienste leisten wichtigen Beitrag für die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallbekämpfung

2011 wurden große Mengen an Betäubungsmitteln sichergestellt und zahlreiche Anzeigen gegen drogenbeeinflusste Fahrer gefertigt. So Innenminister Gall am Donnerstag, 12. April 2012, bei der Vorstellung der Bilanz der Fahndungsdienste in Stuttgart.

Auf baden-württembergischen Autobahnen wurden in 2011 – 117,6 Kilo Cannabis, 18 Kilo Amphetamin, rund sieben Kilo Kokain und 3,7 Kilo Heroin sichergestellt.

Damit sei die Gesamtmenge des sichergestellten Rauschgiftes im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Als besonders bemerkenswert bezeichnete Herr Gall die Sicherstellung von insgesamt 28.609 Ecstasy-Tabletten. Damit seien 2011 nahezu 75 Prozent der Ecstasy-Sicherstellungen auf den Autobahnen erfolgt.

Die 2005 bei den Autobahnpolizeirevieren eingerichteten Fahndungsdienste seien für die rund 1.000 Kilometer baden-württembergische Autobahn zuständig. In Spitzenzeiten würden einzelne Autobahnabschnitte von über 180.000 Fahrzeugen täglich frequentiert.

Die A 6 eine wichtige Ost-West-Verbindung

Einige baden-württembergische Abschnitte, wie die A 6 als wichtige Ost-West-Verbindung, bilden dabei Hauptachsen des grenzüberschreitenden Verkehrs, die auch von Straftätern intensiv genutzt würden.

Rund 45 Beamtinnen und Beamten der Fahndungsdienste orientieren sich bei den Autobahnkontrollen an aktuellen örtlichen und überörtlichen Kriminalitätslagebildern sowie deliktsbezogenen Rastern. Somit erfolgt eine gezielte Fahrzeug- und Personenkontrolle.

Die Bilanz dieser hoch spezialisierten Kolleginnen und Kollegen kann sich sehen lassen. So wurden im vergangenen Jahr 691 Personen von den Beamten der Fahndungsdienste der Autobahnen vorläufig festgenommen, von denen 188 zur Festnahme ausgeschrieben gewesen seien.

Zudem seien zahlreiche Delikte, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, wie zum Beispiel Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz oder das Fahren unter Drogeneinfluss zur Anzeige gebracht worden.

„Die Fahndungsdienste der Autobahnen leisten auch zur Bekämpfung der Waffen- und Sprengstoffkriminalität sowie zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität einen wichtigen Beitrag“, betonte Innenminister Gall.

Auch Sprengstoff wurde sichergestellt

Die Anzahl der sichergestellten Sprengstoffgegenstände habe sich von 25 auf 141 im Jahr 2011 erhöht. Bei der Mehrzahl habe es sich um illegale pyrotechnische Gegenstände, vor allem den sogenannten Starenschreck, gehandelt.

Jedoch seien auch sieben Kilogramm Grundstoff für Sprengkörper sichergestellt worden. Dagegen habe sich die Anzahl der sichergestellten Schusswaffen von 26 auf 16 verringert. Sehr erfreulich sei auch, dass 2011 insgesamt 95 gesuchte Kraftfahrzeuge sichergestellt werden konnten.

Minister Gall weiter: „Die spezialisierten Fahnder leisten unter schwierigen Bedingungen auf den Autobahnen hervorragende Arbeit. Diesen Fahndungsdruck werden wir auch zukünftig hoch halten.

Zu den Erfolgen tragen auch unsere Kooperationspartner Bundespolizei, Steuerfahndung und Zoll bei, die bei vielen gemeinsamen Einsätzen ihr Fachwissen eingebracht haben und denen ich hierfür herzlich danke.“

(Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg)

 

 

 

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