Digitalisierung der Wirtschaft

Grafik: Regiorebellen

Unternehmen sind auf gute Vernetzung angewiesen

Deutschland: Für viele Firmen und Privatpersonen ist das Internet mittlerweile unverzichtbar. Besonders Unternehmen sind auf eine gute Vernetzung angewiesen, um eine stabile Kommunikation und stetigen Datenaustausch zu gewährleisten. Schließlich können sie erst dadurch weltweit konkurrenzfähig sein. Hierbei befindet sich Deutschland allerdings nur im Mittelfeld – das besagt zumindest der Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015. Im direkten Vergleich mit den großen IT-Nationen wie den USA, Südkorea, Großbritannien und Japan belegt Deutschland lediglich den sechsten Platz und erreicht nur 53 von 100 möglichen Punkten des Standortindexes. Trotz starker Bemühungen besteht in Deutschland also noch immer massiver Nachholbedarf.

Die Wichtigkeit der Digitalisierung verdeutlicht auch das weltweite Datenvolumen des Internets. Jahr für Jahr wächst der Datenverbrauch kontinuierlich an. Lag der durchschnittliche Verbrauch in Deutschland im Jahr 2001 noch bei 1,8 Gigabyte, stieg er bis 2015 auf insgesamt 31,8 Gigabyte an. Dieser Trend wird sich in Zukunft fortsetzen. Ebenso ist abzusehen, dass die Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnt.

Wachstumsmarkt Sicherheit

Zu einem der größten deutschen Wachstumsmärkte im digitalen Sektor gehört die IT-Sicherheit. Schließlich macht der permanente Anschluss an das Internet die einzelnen Unternehmen zunehmend angreifbar. Gefahren drohen hauptsächlich von Hackerangriffen und Datendieben, die Firmen sabotieren oder Betriebsgeheimnisse stehlen wollen. Die Verluste durch solche Angriffe sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Durch Hacking, Phishing und Wirtschaftsspionage entstehen weltweit Verluste im dreistelligen Milliardenbereich. Für Unternehmen steht allerdings noch deutlich mehr auf dem Spiel. Neben dem Verlust von Firmengeheimnissen, Kundendaten und Umsätzen droht ihnen häufig auch ein Reputationsverlust. Schließlich verlieren die Firmen das Vertrauen ihrer Kunden, wenn deren Namens-, Zahlungs- oder Adressdaten nicht sicher verwahrt werden.

Sicherheit ist in diesem Zusammenhang allerdings nur sehr schwer zu gewährleisten. Mithilfe von Antiviren-Software und Firewalls können sich Firmen zwar grundlegend schützen, gegen einen professionellen Hacker bieten diese Standardmaßnahmen allerdings nur wenig Schutz. Solche Schutzmaßnahmen können von geübten Hackern in Minutenschnelle umgangen werden. Um Sicherheit trotzdem gewährleisten zu können, entwickeln IT-Unternehmen verschiedene Sicherheitslösungen zur Netzwerküberwachung und (Free Tool-)Bandwidth-Lösungen. Anstatt passiv auf Bedrohungen zu reagieren, bieten diese Tools die Möglichkeit, das komplette Firmennetzwerk aktiv zu überwachen und den Datenverkehr ständig im Auge zu behalten. Treten Unregelmäßigkeiten auf, kann die IT-Sicherheitsabteilung darauf in Sekundenschnelle reagieren und eventuelle Datendiebstähle rechtzeitig unterbinden.

Häufig gelangen die digitalen Diebe erst durch Sicherheitslücken im Firmennetzwerk an die sensiblen Daten. Zu den größten Angriffspunkten zählen die Netzwerkprotokolle. Diese dienen dem Austausch von Daten und regeln die Kommunikation im Netzwerk. Diese Protokolle sind allerdings häufig nicht ausreichend geschützt oder basieren auf veralteter Software. Dadurch können Hacker diese Protokolle kompromittieren und anschließend unbehelligt im Firmennetzwerk agieren. Um dieser Bedrohung zu begegnen, engagieren immer mehr Unternehmen Hacker, die ihre Netzwerke testweise hacken sollen. Dabei machen sie potenzielle Sicherheitslücken ausfindig und beraten anschließend ihre Auftraggeber in Bezug auf Verbesserungen des Sicherheitssystems. Auf diese Weise können Gefahrenquellen im Netzwerk ausfindig gemacht und anschließend geschlossen werden.

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