Die digitale Alternative: Eine neue Sprache per App lernen

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Fremdsprachen spielerisch lernen per App

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Wer eine neue Fremdsprache lernen wollte – oder seinen ewig nicht genutzten Sprachkenntnissen aus der Schulzeit misstraute –, für den boten sich lange bevorzugt Sprachkurse an Sprachschulen oder Volkshochschulen dafür an. Ebenso war das autodidaktische Selbststudium eine Möglichkeit. Dessen großer Nachteil liegt jedoch auf der Hand: Wer nicht gut darin ist, sich zu disziplinieren und selbst zu motivieren, scheitert schnell und außer “buenos días”, “adiós”, “una cerveza, por favor” und “gracias” bleibt am Ende nicht viel hängen von der neuen Sprache.

Mit der Digitalisierung sind einige Alternativen zu den klassischen Sprachkursen dazu gekommen, beispielsweise Apps. Auch wenn sie das Problem der Selbstmotivation noch nicht gänzlich gelöst haben, setzen Apps auch hier an und machen es für den Nutzer inzwischen um einiges einfacher, am Ball zu bleiben: So bieten Apps nicht nur bereits eine Struktur der Lerninhalte, sie funktionieren häufig auch spielerisch und animieren so zu regelmäßigem Lernen.

Die Vorteile, die das Erlernen einer Sprache per App bietet

Mittlerweile nutzt fast jeder Deutsche zwischen 14 und 49 Jahren ein Smartphone: 95 Prozent waren es 2018 in dieser Altersgruppe, die Zahlen steigen. Der Zugriff auf eine Sprach-App ist also unglaublich einfach. Doch das ist nicht der einzige Vorteil:

  • Die Kosten: Es gibt viele Sprach-Apps, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind, von der einfachen Vokabel-App bis hin zur aufwendig strukturierten App mit Übungseinheiten. Das schlägt sich auch im Preis nieder. Doch ob nun ein einmaliger Fixpreis, ein monatlicher Beitrag oder gar kostenlos, im Vergleich zu einem Kurs an einer Sprachschule sind die meisten Apps sehr günstig.
  • Die Flexibilität: Der Besuch eines Sprachkurses bedeutet feste Termine, die nicht immer im eigenen Alltag untergebracht werden können. Lernen per App ist hingegen jederzeit möglich, ob unterwegs oder zu Hause, ob im Urlaub oder krank im Bett. Dazu sind die Übungen meist so konzipiert, das sie leicht zwischendurch erledigt werden können, ohne sich dafür ein großes Zeitfenster freihalten zu müssen.
  • Die Routine: Die Kürze macht es leicht, das Lernen in den Tagesablauf zu integrieren. Wer jeden Tag mit der Bahn unterwegs ist oder regelmäßige Leerläufe zwischen geschäftlichen Meetings hat, kann das Lernen per App schnell so einbinden, das es fast zu einem Automatismus wird.
  • Die Organisation: Wer auf eigene Faust lernt, muss sich in der Regel organisieren. Auch dieser Punkt wird von Apps übernommen. Lerninhalte sind sinnvoll durchstrukturiert, manche Apps orientieren sich sogar am Lernfortschritt des Nutzers und wiederholen Übungen, bei denen dieser noch Probleme hat, bis sie sitzen.

App als Ersatz oder als Ergänzung?

Einige Apps sind so aufgebaut, dass sie als Alternative zum klassischen Sprachkurs genutzt

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werden können, manche funktionieren als kleines Sprachtraining für zwischendurch, andere Vokabeltrainer orientieren sich an der offiziellen Kurs- und Schulliteratur und sind so als ideale Ergänzung zum Schulunterricht oder zu Sprachkursen zugeschnitten. Generell wird geraten, verschiedene Lernmethoden miteinander zu verbinden, um bestmöglich eine Sprache zu erlernen. Um eine Sprache gut zu beherrschen, reicht nicht nur das Lernen von Vokabeln und das Verstehen der Grammatik, sie muss auch gesprochen werden: So bietet sich für alle, die auf einen Sprachkurs verzichten und lieber per App lernen wollen, beispielsweise ein Tandempartner an. Oder einfach den nächsten Urlaub nach der gerade gelernten Sprache auswählen.

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