Bußgeldbescheid anfechten: Darauf müssen Sie achten

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Wann es sinnvoll ist, einen Bußgeldbescheid anzufechten

Liegen bei dem erhaltenden Bescheid offensichtliche Fehler vor, wenn beispielweise der Angeschuldigte zur besagten Tatzeit gar nicht am angegebenen Ort war, ist es bedenkenlos den Bußgeldbescheid anzufechten.

Ist man hingegen bewusst geblitzt worden und möchte den Bescheid mit eventuellen bürokratischen Fehlern nichtig machen, sollte man sich vorher genauer beraten lassen, da bei einem fälschlichen Plädoyer auf Unschuld zusätzliche Kosten für Gerichte und Anwälte auf Sie zukommen könnten. Bevor Sie direkt einen kostspieligen Anwalt konsultieren, können Sie auch schon vorab online prüfen, ob der Einspruch Bußgeldbescheid sinnvoll ist.

Gründe für einen fehlerhaften Bußgeldbescheid

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Bevor der eingegangene Bußgeldbescheid bezahlt wird, sollte er schon vorab auf eindeutige Fehler überprüft werden. Auf jeden Fall tritt dieser Fall ein, wenn Sie sich selbst keiner Schuld bewusst sind, beispielweise wenn Sie zum Zeitpunkt der vermeintlichen Ordnungswidrigkeit im Urlaub waren oder sich sicher sind, die angegebene Strecke zu dieser Zeit nicht gefahren zu sein.

Gleiches gilt für einen Bescheid, auf dem das Foto oder das Nummernschild nicht mit Ihnen übereinstimmt. Gute Chancen auf eine erfolgreiche Widerlegung des Bußgeldbescheides bestehen ebenfalls, wenn das aufgenommene Foto so unscharf ist, dass Sie nicht eindeutig darauf identifiziert werden können.

Des Weiteren muss das Messgerät, mit dem die Ordnungswidrigkeit festgestellt worden ist, regelmäßig geeicht werden, um einen gültigen Bußgeldbescheid zu stellen. Zudem muss nachgewiesen werden, dass das benutzte Messgerät korrekt aufgestellt war und die Beamten, die es verwendet haben, auf das Gerät eingewiesen sind.

Diese Informationen gehen nicht direkt aus dem Bußgeldbescheid hervor, sondern werden nach Akteneinsicht durch entsprechende Anwälte geklärt. Allerdings bieten diese Fehler weitere Optionen zur erfolgreichen Anfechtung eines Bußgeldbescheides.

Diese Informationen muss ein korrekter Bußgeldbescheid enthalten

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Ein Bußgeldbescheid ist nur dann rechtskräftig, wenn er alle erforderlichen Informationen enthält. Dazu zählen die Informationen zum Täter, Nebenbeteiligten und zum Verteidiger. Die Ordnungswidrigkeit selbst muss unter Angabe der Zeit, des Tatortes und den gesetzlichen Merkmalen aufgeführt sein. Zu guter Letzt muss der Bescheid noch die vorhandenen Beweismittel auflisten sowie die zutreffenden Bußgeldvorschriften und Sanktionen.

Neben diesen Angaben müssen weiterhin noch rechtliche Hinweise auf dem Bescheid aufgeführt werden, etwa dass der Bescheid vollstreckbar und rechtskräftig ist, dass das Erheben des Einspruchs auch nachteilige Folgen haben kann und die Zahlfrist für das erhobene Bußgeld.

Zu guter Letzt muss auf dem Bescheid noch darüber informiert werden, welche Folgen bei der Nichtzahlung für den Beschuldigten folgen können. Vor dem Bezahlen sollten Sie Ihren Bußgeldbescheid gründlich auf diese Angaben prüfen.

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