Auch der Möbelhandel geht digital

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Möbel Onlinehandel - Bild: sreenshot google suchergebnisse

Online-Revolution auch im Möbelmarkt?

Seit einigen Jahren wurde von zahlreichen Experten prognostiziert, dass es zu einer Online-Revolution auch im Möbelmarkt kommen werde. Und im Jahr 2015 bestätigte sich erstmals diese Prognose.

Der Einfluss des Nutzers

Ungefähr sieben Prozent des Gesamtumsatzes des Möbelmarktes wurden 2015 durch Online-Verkäufe erzielt. Hierbei schwanken die unterschiedlichen Prognosen jedoch relativ stark. In einem Punkt ist man sich jedoch einig, der Online-Markt für Möbel konnte in den letzten zwei Jahren über 50 Prozent zulegen. Man kann davon ausgehen, dass ungefähr jeder vierte Internet-User auch bereits mindestens ein Möbelstück online gekauft hat. Somit ist der Verbraucher der Möbelbranche voraus, sodass es nicht für jeden potenziellen Käufer wichtig ist, das Produkt vorher live zu sehen und anfassen zu können. Mehr Wert wird daher auf die große Auswahl und die Möglichkeit, das Produkt zu einem geringeren Preis im Internet erhalten zu können, gelegt.

Speziell der Gartenmöbelmarkt wächst

Diese Entwicklung ist auch in der Gartenmöbelbranche zu erkennen. Gartenmöbel werden offensichtlich nicht mehr ausschließlich in diversen Möbelhäusern oder Showrooms gekauft, sondern immer häufiger im Netz. Das ist auch italienischen Gartenmöbelherstellern, deren Produkte auf der ganzen Welt und auch in Deutschland zu den begehrtesten gehören, bewusst. Daher bemühen sich Firmen wie Unopiu darum, ihre Gartenmöbel exklusiv mit eigenem Online-Auftritt bestmöglich vorzustellen und direkt anzubieten. An den Zahlen, die zuletzt erreicht wurden, lässt sich erkennen, dass die Entwicklung in der Sparte Garten- und Balkonmöbel auf stabilen Beinen steht. So wurden im letzten Jahr über 1,3 Milliarden Euro umgesetzt. Und alle Warengruppen, die von Bedeutung sind (aus Holz, Metall oder Kunststoff) und auch Auflagen, Sonnenschirme oder andere Möbel konnten in den Jahren 2014 und 2015 zulegen. So sind im letzten Jahr Umsatzzuwächse der unterschiedlichen Segmente von 1,2 % bis 5,1 % erzielt worden. Zudem wird auch in Zukunft mit einem weiteren Anstieg des Umsatzes gerechnet.

Online-Käufe gefährden Möbelhäuser

Der Online-Boom hat zur Folge, dass zahlreiche Möbelhäuser teilweise sehr starke Verluste einstecken müssen. Es wird gesagt, dass um die 10.000 von diesen das Aus droht. Vor allem kleine Gegenstände werden im Internet gekauft. In Zukunft wird jedoch auch damit gerechnet, dass immer mehr große Einrichtungsgegenstände online bestellt werden. Zum Beispiel kann man sich dann eine ganze Küche aussuchen und sich diese ganz bequem nach Hause liefern lassen. Dadurch entfallen die stressige Suche in einem Möbelhaus und das Tragen der einzelnen Teile. Problematisch ist, dass viele Händler die drohende Gefahr noch nicht erkannt haben. Häufig werden diverse Möbelstücke in einem Geschäft vor Ort angesehen und dann online bestellt. Daher sollten die verschiedenen Anbieter möglichst schnell auch eine Online-Sparte integrieren, in der die im Möbelhaus angebotenen Produkte auch im Internet bestellt werden können. Dies ist unumgänglich, um wettbewerbsfähig zu bleiben und das Aus abzuwenden.

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