Was tun wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt?

Ungewollt Kinderlose leiden oft enorm

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich reagieren sie auch beim Thema Kinderwunsch. Solange alles glatt läuft und ein Wunschkind nicht lange auf sich warten lässt, ist es ohnehin kein Thema. Anders wenn es nicht auf Anhieb klappt oder gar klar ist, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege unwahrscheinlich oder gar unmöglich ist. Manche finden sich damit ab und bei einigen von Ihnen kommt es doch noch zu einer Schwangerschaft. Doch nicht jeder will so lange warten bzw. je schlechter die Ausgangslage um so unwahrscheinlicher ist die Erfolgsaussicht.

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann einen großen Leidensdruck auslösen. Beziehungen können sogar daran zerbrechen oder stark belastet werden. Viele der Betroffenen suchen dann nach Wegen sich den Kinderwunsch doch noch zu erfüllen. Die verschiedenen Möglichkeiten finden bei den Betroffenen unterscheidliche Akzeptanz. Hier spielen religiöse bzw. auch ethnische Hintergründe eine Rolle, aber auch die individuelle Einstellung der Betroffenen. Hier die möglichen Verfahren, von der Insemination bis zur den in Deutschland verbotenen Eizellenspenden.

Die Insemination

Bei der Insemination werden durch die Ärztin oder der Arzt befruchtungsfähige Samenzellen in die Gebärmutter der Frau eingebracht. Dadurch sollen die Samenszellen die Eizelle der Frau schneller erreichen als bei einer normalen Befruchtung, bei der die Samenzellen ihren Weg alleine bis zur Eizelle zurück legen müssen..

Gründe für eine Insemination sind:

  • wenn das Paar keinen Geschlechtsverkehr ausüben kann,
  • wenn eine Enschränkung der Zeugungsfähigkeit des Mannes vorliegt, durch zu wenige oder nicht genügend bewegliche Samenzellen,
  • wenn der Zervixschleim der Frau beim Eisprung aufgrund seiner Beschaffenheit, es den Samenzellen nicht ermöglicht zur Eizelle durchzudringen, oder wenn sie darin nicht übengerrleben können.
  • länger andauernde Unfruchtbarkeit ohne erkennbare Ursache.

Neben der Inseminatuon mit den Samenzellen des Partners, können bei Unfruchtbarkeit des Mannes auch Inseminationen mit Spendersamen durchgeführt werden.

In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung)

Bei der In-vitro-Fertilisation erfolgt die Befruchtung der Eizellen nicht im Körper der Frau, sondern „künstlich“ im Labor. Dabei findet fast immer eine Hormonbehandlung der Frau statt. Die Ärztin oder der Arzt, entnimmt anschließend die Eizellen aus dem Eierstock und führt sie im Labor mit den Samenzellen des Partners zusammen. Gelingt die Befruchtung und entwickeln sich die befruchteten Eizellen zu Embryonen, werden 1 bis 3 der Embryonen in die Gebärmutter übertragen.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) ist inzwischen die häufigste Methode einer künstlichen Befruchtung. Im Prinzip unterscheidet sich das Vorgehen nicht gegenüber der In-vitro-Fertilisation, Im Labor wird dann jedoch eine einzelne Samenzelle mit einer Nadel direkt in die Eizelle injiziert, was die Chance einer Schwangerschaft erhöht. Ob sich jedoch ein Embryo daraus bildet, kann auch mit dieser Methode nicht herbei geführt werden.

Die Eizellenspende

Die Eizellenspende ist in Deutschland verboten um Missbrauch und Leihmutterschaft zu verhindern. Deshalb gehen viele deutsche Paare mit Kinderwunsch ins Ausland um sich dort behandeln zu lassen. Erlaubt ist die Eizellenspende z.B. in Polen, Tschechien, Dänemark und  in Spanien. Weitere Möglichkeiten sind natürlich noch Adoptionen, wobei die Hürden in Deutschland sehr hoch sind. Viele gehen deshalb auch im Bereich der Adoptionen den Umweg über das Ausland.

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