Waldkirch: Pilotprojekt zur Situation der Waldkircher Jugendlichen

Jugend im ländlichen Sozialraum
Waldkirch – 7.8.2012
Im September 2012 wird die Situation der Waldkircher Jugend in einem Pilotprojekt gründlich unter die Lupe genommen. Die Waldkircher Projektgruppe (Silke Pfaller-Werle, Daniel Joos, Arne Scholz und Johannes Schubert) befindet sich in der heißen Vorbereitungsphase, damit vom 24. bis 26. September alles wie am Schnürchen läuft.
20 Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen aus ganz Baden-Württemberg werden Schülerinnen und Schüler, Experten aus sozialen Einrichtungen, Vereinen, Kirchen und Politik über die Situation der Jugend und Jugendarbeit in Waldkirch befragen. Sie tun das auf Straßen und Plätzen, in Schulklassen und überall dort, wo man etwas über Jugendliche erfahren kann.
Silke Pfaller-Werle, die Leiterin des Hauses der Jugend, freut sich sehr darüber, dass die Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit / Streetwork Baden-Württemberg e.V. zusammen mit Pro Provincia e.V. die Stadt Waldkirch für dieses Pilotprojekt auserkoren hat. Eine solche Untersuchung kostet üblicherweise 10.000 bis 20.000 Euro – Waldkirch bekommt sie als Pilotprojekt umsonst. Waldkirch wurden unter anderem deshalb ausgewählt, weil es sowohl über ländliche als auch über vor- und kleinstädtische, mithin heterogene Strukturen verfügt.
Ziel der Untersuchung mit dem Titel “Gemeindestudie – Jugend im ländlichen Sozialraum” ist es einerseits, den aktuellen Stand der Jugendarbeit wie auch die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen in Waldkirch zu ermitteln. Andererseits sollen bisherige Erkenntnisse über Jugendarbeit im ländlichen Raum anhand von Waldkirch überprüft werden, damit Konzepte für die Jugendarbeit nicht an der Realität vorbei gemacht werden.
Alle Themen, die für Jugendliche interessant sind, sollen aufgegriffen werden – und nicht die, die Erwachsene in Bezug auf Jugendliche für wichtig halten.
Bei dem Projekt gibt es jede Menge Mitwirkungsmöglichkeiten. Zum einen im Vorfeld. In allen Stadtteilen trifft sich die Waldkircher Projektgruppe mit Jugendlichen zur Vorbesprechung:
- am Dienstag, 11. September, um 19 Uhr in Suggental (Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses),
- am Mittwoch, 12. September um 19 Uhr in Buchholz (Pfarrheim St. Pankratius),
- am Donnerstag, 13. September, um 19 Uhr in Waldkirch (Gemeindezentrum St. Margarethen),
- am Montag, 17. September um 19 Uhr in Siensbach (Rathaus),
- am Dienstag 18. September um 19 Uhr in Kollnau (Haus der Jugend) und
- am Dienstag, 18. September, um 19 Uhr in Batzenhäusle (Rotes Haus).
Alle Jugendlichen zwischen 13 und 25 Jahren sind dazu eingeladen
U.a. geht es bei diesen Terminen darum, die Stationen zu ermitteln, die Ende September bei den Rundgängen der Forschungsgruppe angeschaut werden sollen.
Zum anderen gibt es Mitwirkungsmöglichkeiten, wenn die Forschungsgruppe Ende September nach Waldkirch kommt. Am Montag, 24. September, beginnt die Forschungsgruppe ihre Arbeit vormittags mit einem Rundgang durchs Stadtgebiet. Nachmittags sollen von 16 bis 18 Uhr die Jugendlichen die Sozialarbeiter durch ihren Stadtteil führen.
Dafür werden Jugendliche gesucht, die ihren Stadtteil (Waldkirch, Buchholz, Kollnau, Siensbach und Suggental) präsentieren wollen. Die Jugendlichen sollen aus unterschiedlichen Zusammenhängen kommen: offene, städtische, kirchliche Jugendarbeit, Vereinsarbeit, Jugendliche ohne institutionelle Bildung, ausländische Jugendliche.
Plätze, Orte, Treffpunkte für Jugendliche
Für Silke Pfaller-Werle wäre es auch hilfreich, vorab zu erfahren, welche Plätze, Orte, Treffpunkte für Jugendliche in ihrem Stadtteil wichtig sind.
Am Montag Abend findet von 19 bis 21 Uhr der “Jugend-Ratschlag” statt, eine offene Gesprächsrunde in jedem Stadtteil: in Buchholz, Kollnau und Waldkirch im Bürgersaal des Rathauses, in Siensbach im Rathaussaal (oder in der Festhalle), in Suggental im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses. Zu dieser Veranstaltung sind alle Jugendlichen, Jugendexperten, Jugendgruppenleiter und Interessierten eingeladen.
Am Dienstag, 25. September, verteilen die Sozialarbeiter von 7.30 Uhr an Bushaltestellen und Bahnhöfen Fragebögen an Schüler und Auszubildende, befragen Jugendliche im öffentlichen Raum und “Experten”: Schulleiter, Schulsozialarbeiter, Vertrauenslehrer, Jugendarbeiter, Gemeindevertreter, Jugendvertreter aus allen Vereinen und Verbänden, Vertreter von Fitnessstudios und Tanzschulen – eben jeden, der mit Jugendlichen zu tun hat.
Silke Pfaller-Werle ist sehr daran interessiert, Menschen zu gewinnen, die bereit sind, der Forschungsgruppe Rede und Antwort zu stehen.
Von 19.30 bis 21 Uhr wird am Dienstag Abend eine zentrale und für alle Interessierten offene Podiumsdiskussion mit dem Titel “Kommunales Jugendforum” im Gemeindezentrum St. Margarethen veranstaltet. Vertreter aus Politik, Jugendarbeit und Verwaltung werden diskutieren und erste Ergebnisse vorstellen.
Am Mittwoch, 26. September, führen die Sozialarbeiter die letzten Experten-Interviews
Wer als Jugendlicher oder Experte zur Mitarbeit bereit ist, darf sich gern bei Silke Pfaller-Werle oder Daniel Joos im Haus der Jugend (Fabrikstraße 16), melden:
Tel. 07681 / 47 47 09,
Mobil 0162 / 28 84-201 oder -184,
eMail hausderjugend@abs.stadt-waldkirch.de.
Silke Pfaller-Werle kommt es darauf an, dass alle Jugendlichen sich angesprochen fühlen: “Wir wollen auf keinen Fall die Jugendszene als Sonnscheinszene präsentieren. Wir wollen bewusst auch die Unzulänglichkeit zeigen.”
(Quelle: Stadt Waldkirch)



