Waldkirch: Neu im Schwarzwaldzoo – die Räuberecke

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Das neue Waschbärengehege im Schwarzwaldzoo Waldkirch - Bild: © Gabriele Zahn

Unter sich – Nerze, Waschbären, Luchse & Füchse

WALDKIRCH: Anfang September wurde im Schwarzwaldzoo die „Räuber-Ecke“ fertiggestellt. In der Räuber-Ecke wohnen nun Nerze, Waschbären, Luchse und Füchse nebeneinander. Nicht nur die Mitglieder des Freundeskreises Schwarzwaldzoo sondern auch Gemeinderäte aller Fraktionen waren von den Veränderungen und Aktivitäten im Schwarzwaldzoo begeistert.

„Die Räuber-Ecke ist jetzt fertig“, begrüßte Ralf Volk, Vorsitzender des Freundeskreises Schwarzwaldzoo, Mitglieder des Freundeskreises und Gemeinderäte; „Die Waschbären sind in ein schönes Gehege umgezogen“, dessen Fläche bisher ungenutzt war. Dank tatkräftiger und finanzieller Unterstützung durch Sponsoren konnte das Gehege realisiert werden. Der durch das Gehege fließende Kohbach bildet mehrere flache Teiche. Einige lebende Bäume wurden für die Waschbären als Kletterbäume belassen. Eine Elektrozaunanlage hindert die Waschbären an der Flucht aus dem Gehege. Beobachten kann der Besucher die Tiere vom Besuchersteg aus ohne störende Beeinträchtigung durch einen Zaun. Unter dem Steg befinden sich Schutzhütten für die Waschbären. Die Kosten für die Anlage betragen ohne Eigenleistung 63.000 Euro, mit Eigenleistung weit mehr als 100.000 Euro. Volk und sein Stellvertreter Peter Hoch sind glücklich, den Waschbären und in diesem Rahmen auch den Füchsen ein größeres und artgerechteres Gehege bieten zu können. Hoch berichtet, dass er noch keinen Waschbär beobachtet habe, der einen der Bäume hochgeklettert sei. Im alten Gehege hatten sich die Tiere häufig im Kletterbaum verweilt.

Nach dem Umzug der Waschbären wurde ihr altes Gehege für die beiden Rotfuchs-Damen Chilli und Pepper umgebaut, die sich nun in ihr neues, größeres Gehege eingewöhnen. Die Kosten für den Umbau betrugen 2.000 Euro, finanziert durch Spenden und durch den Freundeskreis.

Seit diesem Sommer beteiligt sich der Schwarzwaldzoo am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für europäische Nerze. Dafür wurde zwischen dem neuen Waschbär-Gehege und dem bestehenden Gehege der Nasenbären ein weiteres Gehege gebaut. Der Nerz zählt in Europa zu den bedrohtesten Säugetierarten. Aktuell tummeln sich in diesem Gehege sechs junge Nerze. Die Mutter der Jungtiere wurde Ende August vom Euro Nerz e.V. abgeholt, damit sie sich im Winter/Frühjahr in der Verpaarungsstation von Euro Nerz wieder mit einem Männchen paaren kann. Die Jungtiere werden das Gehege noch ein paar Wochen bewohnen, bis auch sie abgeholt und im Saarland ausgewildert werden. Im Frühjahr wird der Freundeskreis wieder eine trächtige Fähe bekommen, die dann in Waldkirch ihre Jungen zur Welt bringen wird. Die Kosten für das Nerz-Gehege betrugen 14.000 Euro.
Veränderungen gibt es im Schwarzwaldzoo auch außerhalb der Räuber-Ecke: Sämtliche Wege sind nun asphaltiert. An Kosten in Höhe von 30.000 Euro hat sich die Stadt Waldkirch mit 20.000 Euro beteiligt.

Zudem entstanden gegenüber den Schnee-Eulen zwei größere Freiland-Terrarien, die seit wenigen Wochen mit Echsen, Unken und Schlangen besetzt sind. Die Kosten in Höhe von 12.000 Euro wurden durch den Freundeskreis Schwarzwaldzoo finanziert. Vor kurzem fertig gestellt wurde auch  die begehbare 1200 Quadratmeter große Känguru-Anlage. Nach einer Eingewöhnung der Tiere können Besucher das Gehege auf einem vorgegebenen Weg durchqueren.

(Quelle: Gabriele Zahn – Freundeskreis Schwarzwaldzoo)

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