Toskana – Ausflüge in die Vergangenheit

Toskana – Ausflüge in die Vergangenheit

Italien ist reich an alten Kulturlandschaften – das gilt insbesondere für die Toskana: Dort bieten drei Städte Kunst- und Kulturinteressierten zahlreiche Ausflugsziele, die Reisende in längst vergangene Zeiten versetzen – in die Antike, das Mittelalter oder in die prächtige Renaissance.

Volterra ist eine der ältesten Städte der Toskana. Eingebettet in eine von Felsbrüchen geprägte, zerklüftete Hügellandschaft und nahe am Flusslauf des Cecina gelegen, bietet der kleine Ort Besuchern schon bei der Anreise ein eindrucksvolles Bild. Die italienische Stadt entstand bereits 400 v. Chr. aus mehreren Ansammlungen etruskischer Siedlungen. Die Etrusker waren ein antikes Volk, das vor dem Erstarken des Römischen Reiches weite Teile Norditaliens und des westlichen Mittelmeerraums beherrschte. Geschichtsinteressierte können in Volterra dementsprechend eine der größten Sammlungen etruskischer Kultur bewundern: im Museo Etrusco Guarnacci. Doch auch Schmuckstücke aus römischer Herstellung gehören zu den Ausstellungsstücken. Wer sich eher für die Kunst des Spätmittelalters und der Renaissance interessiert, der sollte dem Minucci-Solaini-Palast einen Besuch abstatten, in dem die bekanntesten Werke der Maler Rosso Fiorentino, Domenico Ghirlandaio und Luca Signorelli ausgestellt werden.

Die Altstadt von San Gimignano zeigt noch deutliche Spuren des Mittelalters: Dort sind noch 14 der einst 72 sogenannten Geschlechtertürme erhalten – zu wehrhaften Anlagen ausgebaute, in den Himmel ragende Türme, die im 12. und 13. Jahrhundert adligen Familien als Symbol ihrer Macht dienten. Je höher der eigene Turm hinaufragte, als desto mächtiger galt die jeweilige Familie. Diesen majestätischen Türmen verdankt San Gimignano auch seinen Beinamen – das „mittelalterliche Manhattan“.

Schließlich ist da noch Siena zu erwähnen – eine der schönsten Städte Italiens und im Mittelalter in wirtschaftlicher, politischer und künstlerischer Hinsicht noch ständiger Konkurrent von Florenz. Sie befindet sich zwischen dem berühmten Weingebiet des Chianti und der Küstenlandschaft der Maremma. Im Gegensatz zu Florenz ist die Altstadt von Siena jedoch weniger von der Renaissance als vielmehr von der spätmittelalterlichen Gotik geprägt. Zu den eindrucksvollsten Bauwerken jener Zeit, die Touristen noch heute dort bestaunen können, gehört der Dom, der architektonische Einflüsse der Romanik und Gotik vereint und dessen Fassade zahlreiche Statuen und Säulen dekorieren. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Ospedale Santa Maria della Scala, ein früheres Pilgerhospiz, und der Palazzo Pubblico.

Wer jedoch nicht nur das Stadtleben in der Toskana genießen will, sondern auch die Naturlandschaft genießen möchte, der mietet sich idealerweise ein Zimmer in einem Landhotel. Viele dieser kleinen Luxusanlagen in idyllischer Umgebung befinden sich in restaurierten alten Farmhäusern und Castelli und bieten ruhige Rückzugsorte, von denen aus man dann entspannt seine Exkursionen in die Städte planen kann.

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