Startup mit Crowdfunding: Bloomydays macht’s vor

blumen online
Bild: © Regiorebellen

Immer mehr Gründer kehren in punkto Startkapital den Banken den Rücken

Bei vielen Startups fehlt es am erforderlichen Startkapital. Daher entscheiden sich viele Gründer für Crowdfunding – so auch die Bloomydays Gründerin Franziska Gräfin von Hardenberg. Bei dem jungen Unternehmen handelt es sich um den ersten Online-Versandhandel in Deutschland für Schnittblumen. Innerhalb von nur 93 Minuten sammelte die Gründerin 100.000 € und inzwischen wurden mehrere Millionen Euro von Investoren gesammelt.

Gegründet wurde Bloomydays 2012

blumenversand online
Bild: © Regiorebellen

Im Jahr 2012 hatte Franziska Gräfin von Hardenberg eine Geschäftsidee: Der online Blumen-Versand sollte in Deutschland unter dem Namen Bloomydays starten. Doch das erforderliche Startkapital fehlte – nur das Stammkapital für die Gründung einer GmbH konnte die Gründerin aus eigenen Mitteln zahlen. Eine Bankenfinanzierung kam nicht infrage, da die Kreditinstitute die Geschäftsidee für zu riskant erachteten und keinen Kredit bewilligen wollten. Im Mai 2012 erfolgte dann das erste Funding mit der bekannten Crowdfunding-Plattform Seedmatch. Innerhalb von nur 93 Minuten kamen bereits 100.000 € zusammen.

Was ist Crowdfunding?

Mit Crowdfunding lassen sich Startups und andere Projekte finanzieren, wenn es an Eigenkapital mangelt. Hierbei unterstützen viele Menschen ein Projekt und werden über das Internet über spezielle Plattformen zusammengebracht. Dort stellt das Startup seine Geschäftsidee vor und gibt eine genau definierte Mindestsumme an, die in einem bestimmten festgelegten Zeitraum zusammenkommen muss, damit das Projekt realisiert werden kann und das Crowdfunding erfolgreich ist. Bei den Unterstützern handelt es sich oft um Privatpersonen, die als Gegenleistung ein nicht finanzielles Geschenk erhalten.

Bei Bloomydays kam die Geschäftsidee – nämlich unter anderem der Service eines Blumen-Abos – so gut an, dass der Erfolg schon fast vorprogrammiert war. Die Unterstützer erhielten ihre Rückzahlung inklusive der vereinbarten Rendite, Zinsen wurden allerdings nicht gezahlt – das ist bei Crowdfunding so üblich. Bei Bloomydays war es sogar so, dass die Investoren sogar außerplanmäßig bereits nach einem halben Jahr ihre Rückzahlung erhalten konnten. Die Investoren, wie nicht von der Rückzahlung Gebrauch machen wollten, sind dabei geblieben – ohne eine fest vereinbarte Vertragslaufzeit. Einmal pro Quartal erfolgt ein Report, in dem die strategische Ausrichtung, Marketing und Vertrieb geschildert werden und auch die Umsatzzahlen und Liquiditätszahlen werden veröffentlicht.

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