Razzia bei Schlecker – Bankrott, Insolvenzverschleppung und Untreue?

Schlecker-Gruppe im Visier der Staatsanwaltschaft
Stuttgart – 18.7.2012
Festplatten, Sticks und Dokumente sichergestellt
Insgesamt 22 Durchsuchungen in mehreren Bundesländern
Ermittler des Landeskriminalamtes in Stuttgart durchsuchten seit heute morgen 18 Wohnungen und vier Geschäftsräume der insolventen Schlecker Gruppe in mehreren Bundesländern.
Der Verdacht:
- Bankrott
- Untreue
- Insolvenzverschleppung
Gegen 14 Beschuldigte leitete die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungsverfahren ein. Auch drei Firmenobjekte im Alb-Donau-Kreis und ein Firmenobjekt im Raum Osnabrück wurden durchsucht.
Die Durchsuchungen der Wohnungen sind abgeschlossen, die Durchsuchungen der Geschäftsräume dauern noch an – so ein Sprecher vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg.
Sichergestellt wurden Dokumente und elektronische Daten wie Festplatten und Sticks. Die sichergestellten Daten müssen nun erst geprüft werden. Sie können sowohl belastendes wie auch entlastendes Material enthalten sagt Kriminalhauptkommissar Horst Haug vom LKA in Stuttgart.
Wann die Untersuchungen abgeschlossen sind ist derzeit nicht absehbar – so die Erste Staatsanwältin Krauth von der Staatsanwaltschaft Stuttgart.
Es wird nun unter Anderem geprüft, ob es bei Schlecker Vermögensverschiebungen gab die den Straftatsbestand des Bankrotts erfüllen.
160 Ermittler und neun Staatsanwälte sind im Einsatz
In Baden- Württemberg wurden insgesamt zwölf Wohnungen durchsucht. Zehn im Ulm/Alb-Donau-Kreis, eine im Kreis Ludwigsburg und eine im Zollernalbkreis.
In Berlin, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und in Sachsen wurde jeweils eine Privatwohnung von den Fahndern durchsucht.
Die Eisatzleitung unter dem LKA Stuttgart wird von Beamten der Landespolizeidirektionen Tübingen und Stuttgart sowie den Polizeidirektionen Ulm, Balingen und Ludwigsburg unterstützt.
Im Januar 2012 hatte Schlecker die Insolvenz angemeldet und rund 25.000 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.
Hier kann man die gemeinsame Pressemitteilung von der Staatsanwaltschaft Stuttgart und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) im Original nachlesen.
(Redaktion Regiorebellen)
(Bild: sreenshot von YouTube-Video – by loritus1)



