Freiburg: Radfahrer dürfen trotz Radweg die Fahrbahn nutzen

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Fahrrad: Grafik: Regiorebellen

Freiburger Radwege werden überprüft und verbessert

Freiburg: In der St. Georgener Straße, Waldkircher Straße, HansBunte-Straße sowie Tullastraße dürfen Radfahrende künftig auf der Straße fahren. Alle Freiburger Radwege werden derzeit vom Garten- und Tiefbauamt (GuT) und der Polizei überprüft. Die Fachleute untersuchen, ob die Radwege vollständig markiert, beschildert und in einem verkehrssicheren Zustand sind. Besonders überprüfen die Experten auch, ob die blauen Radweg-Schilder noch nötig und zulässig sind. Grundsätzlich sollen nach aktueller Rechtslage Radfahrende auf der Fahrbahn fahren, da sie hier im Blickfeld der Autofahrer am sichersten sind.

Nur in Straßen mit besonderen Gefahren auf der Fahrbahn und mit ausreichend breiten
Seitenräumen dürfen die blauen Radweg-Schilder (Radweg sowie gemeinsamer oder getrennter Geh-/Radweg) aufgestellt werden, die Radfahrende zur Benutzung verpflichten. In Tempo-30-Zonen ist eine Benutzungspflicht grundsätzlich nicht zulässig. Die Vorteile auf der Straße zu fahren ist eine höhere Sicherheit durch bessere Sichtbarkeit und auch durch die oft besseren Abbiegemöglichkeiten.

Die Radwege im Westen der Stadt wurden bereits flächendeckend überprüft. Als Ergebnis entfernen die  Mitarbeiter des GuT derzeit eine Reihe der blauen RadwegSchilder. Aufgehoben wird die Radweg-Benutzungspflicht an der St. Georgener Straße, der Waldkircher Straße, der HansBunte-Straße sowie der Tullastraße, weitere werden folgen.

Radfahrende dürfen hier auf der Straße fahren, weshalb Autofahrer um erhöhte Rücksicht gebeten werden. Wichtig sind der Schulterblick vor dem Abbiegen und dem Aussteigen sowie ein ausreichender Abstand beim Überholen. Das Autofahren wird in Freiburg also eine erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer fordern – als Entspannung hierzu bietet sich z.B. eines der Gratisspiele bei Sunmaker an 😉

Die auch ohne Schilder weiter bestehenden Radwege bleiben durch Piktogramme auf dem Boden erkennbar und dürfen weiterhin von Radlern genutzt werden. Um Auto- und Radfahrende auf die Änderungen aufmerksam zu machen, werden zeitweise entsprechende Schilder aufgestellt.

An der Haltestelle „Am Lindenwäldle“ gibt es eine weitere Änderung: In einem Teilstück der
Opfinger Straße dürfen aus dem Rieselfeld kommende Radfahrer künftig auch gegen die normale Fahrtrichtung fahren, dies wird entsprechend ausgeschildet. Und direkt an der
Haltestelle „Am Lindenwäldle“ wird die Führung von Fuß- und Radverkehr neu geordnet, um bestehende Konflikte zwischen wartenden Fahrgästen und Radfahrenden zu verringern.
Für das hier häufige Umsteigen zwischen den Stadtbahnen wird der Haltestellenbereich
durch Markierungen verbreitert.

Außerdem erneuert das GuT vor allem in den westlichen Stadtteilen zahlreiche Piktogramme und Markierungen, einige Schilder werden neu aufgestellt oder überflüssige entfernt. Poller oder Schilderstöcke in Radwegen werden mit reflektierenden Folien ummantelt und auf dem Boden markiert, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. „Die systematische Überprüfung und flächendeckende Verbesserung auch von scheinbaren Kleinigkeiten bringt für Radfahrende in der Summe viele Vorteile. Zusammen mit den großen Maßnahmen des Radkonzeptes 2020, besonders dem Ausbau der Rad-Vorrang-Routen, machen wir so das Radfahren in Freiburg nochmals angenehmer und sicherer“,
so Frank Uekermann, Leiter des GuT.

Die Verkehrsteilnehmerinnen und -verkehrsteilnehmer werden um besondere Rücksicht und Aufmerksamkeit gebeten – während der Arbeiten und danach mit den zum Teil geänderten
Regelungen.

(Quelle: Stadt Freiburg)

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1 KOMMENTAR

  1. Also ich weis ja nicht, ob das so gut ist, die Autofahrer sind geschützt, die Radfahrer mit direktem Bodenkontakt. Schön ist, dass der Schilderwald gelichtet wird, etwas zumindest, wie es sich anhört, und man in einer Einbahnstrasse radeln darf, aber was passiert mit den vorhandenen Radwegen, ich denke es wäre besser, diese zu sanieren und auszubauen, als die Radfahrer wieder unter die Autos zu schicken. lg Emrah

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