Freiburg: Missbrauch an Junge – Pädophilie-Skandal – wer hat versagt?

stopp gewalt
Grafik: Regiorebellen

Jahrelanger wiederholter Missbrauch – wie konnte es dazu kommen?

Freiburg: Für einen 9-jährigen Jungen aus Staufen bei Freiburg, war seitdem er vom Lebensgefährten seiner Mutter missbraucht wurde, die Kindheit nicht nur zu Ende, sondern nachhaltig und zutiefst geschädigt. So etwas lässt sich durch wirklich gar nichts wieder gut machen. Weder durch entsprechend hohe Haftstrafen für die Täter, noch durch intensivste Betreuung und Therapien für den Jungen – obwohl zweifelsohne beides von Nöten und auch zu erwarten ist.

Dennoch müssen sich die zuständigen Behörden und die Justiz die Frage gefallen lassen, wie es zu dem andauernden Missbrauch des Jungen kommen konnte. OBWOHL Christian L., der einschlägig vorbestraft ist, der Auflage eines Annäherungsverbots an Kinder, eindeutig nicht nachgekommen ist, folgten zunächst keinerlei Konsequenzen die sicherstellten, dass der Junge vor ihm geschützt ist.

Bereits im März 2017, hatte das Jugendamt den damals achtjährigen Jungen in Obhut genommen. Dort sollte das Kind auch bleiben, bis die Erziehungsfähigkeit der Kindesmutter durch ein Gutachten eines Sachverständigen festgestellt wird.

Wie mehrere Medien berichten, lehnte das Familiengericht jedoch eine längere Herausnahme des Kindes aus seiner Familie ab. Das Familiengericht verwies auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, nach welcher vor einer Trennung des Kindes von seiner Familie zuvor andere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Auf die Idee zu überprüfen, ob sich die Mutter des Jungen an die Auflage des Gerichts, jeglichen Umgang zwischen ihrem Lebensgefährten und dem Jungen zu unterbinden auch hielt – kam zum großen Nachteil des Jungen offenbar niemand.

Pädophile mieten den Jungen für ihre perversen Handlungen

Wie die Ermittlungen ergaben, wurde der Junge von seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten wiederholt via Darknet anderen Pädophilen für Geld angeboten.

(Das Darknet ist der dunkle Bereich des Internets – mit Hilfe eines bestimmten Browsers, können dort Nutzer ihre Identität bzw. ihre ID verschlüsseln, was natürlich besonders Kriminelle ins Darknet lockt. Dahingegen erscheinen Glücksspiele wie dieses Online Casino Bonus ohne Einzahlung geradezu harmlos.)

Der Junge wurde demnach von mindestens 8 Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht. Die 8 Tatverdächtigen zwischen 32 und 49 Jahren, befinden sich in U-Haft und sehen, wenn die Beweislage es zulässt, langjährigen Haftstrafen entgegen.

Leider hilft die höchste Haftstrafe dem Jungen nicht mal ansatzweise das erlebte zu verarbeiten. Hier wurde ein Junge seiner Kindheit beraubt! Ob mit entsprechenden Kontrollen der Missbrauch zu verhindern gewesen wäre ist unklar, doch womöglich wäre früher festgestellt worden, dass die Auflagen nicht erfüllt wurden und entsprechende Maßnahmen möglich gewesen, das Kind in Sicherheit zu bringen.

Hier ist eindeutig der Gesetzgeber gefragt – inwieweit Richter und andere Behördenmitarbeiter bei gravierenden Versäumnissen auch rechtlich belangt werden können und sollen?

Schon in 2016 wurde gegen Christian L. ermittelt

Die Mutter von Christian L. sagte in einem exklusiven Fernseh-Interview bei SPIEGEL TV, dass ihr Sohn Christian schon immer ein Einzelgänger gewesen sei und schon als Kind und Jugendlicher viel Zeit am Computer verbracht habe. Ob er sich damals schon auf Seiten wie der kriminellen Pädophiliplattform Darknet-Plattform „PlayPen“ aufhielt oder sich noch mit Games wie z.B. beim Crazywinners Casino zufrieden gab?

Wie „Der Spiegel“ berichtet, soll das FBI bereits in 2016 Hinweise geliefert haben, dass Christian L. sich bei „Play-Pen“ kinderpornographisches Material herunter geladen hat – zu einem Prozess kam es allerdings nicht.

Wie dieser Statistik zu entnehmen ist, kam es im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald im Jahr 2016, zu 134 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

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Kriminalstatistik – Breisgau-Hochschwarzwald –
Quelle: PP Freiburg
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