Erlebnisbericht vom Baumkronenweg Waldkirch

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Foto: © Baumkronenweg

Der Baumkronenweg in Waldkirch lockt viele Besucher

Waldkirch: In Waldkirch wird wohl niemand auf vergleichbare Höhen wie beim Mount Everest gelangen, doch eine andere Attraktion in den Höhen, zieht immer mehr Besucher an: Der Baumkronenweg. Wir statteten der Attraktion einen Besuch ab, und testeten die einzelnen Bereiche: Den Sinnesweg, den Abenteuerpfad, den Barfußpfad, dann natürlich den Baumkronenweg und zu guter Letzt die Riesenröhrenrutsche. Die Besucherzahl war überraschend hoch, jedoch nicht störend. Zudem waren die Besucher sehr international, wir trafen Touristen aus der Schweiz, aus Frankreich aus den Niederlanden, Belgien und auch Italien.

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Foto: © Baumkronenweg

Man gelangt zunächst ohne Probleme zum Parkplatz durch gute Ausschilderung über die B294 und die Ausfahrt Waldkirch Süd. Von dort beginnt das Abenteuer dann direkt mit dem Sinnesweg, bei dem der Besucher verschiedene Stationen durchläuft. Diese sorgen für reichlich Abwechslung und machen den Anstieg alles andere als langweilig. Man kann beispielsweise das eigene Gewicht auf einer Waage mit dem eines Baumes vergleichen, das Alter eines Baumes anhand der Waldfrüchte kennenlernen, Tierfährten lesen oder durch das Gehör einer Eule hören, sowie Waldmemory spielen.

Es gibt viele Ratespiele, vieles aus zu probieren und umfangreiche Informationen zur Flora und Fauna des Waldes. Der Weg ist etwa 1,2km lang und hat einen sehr steilen Anstieg von etwa 13 Prozent. Eine gewisse Kondition sollte man also mitbringen, um ihn erklimmen zu können. Doch die etwa 20 Stationen laden zum Verweilen und vielen kleinen Pausen ein und bieten viele verschiedene Perspektiven auf den schönen Schwarzwald. Mit einem gemütlichen Tempo schafft man den Aufstieg ohne Probleme in etwa einer Stunde.

Oben angelangt erwartet einen der Kiosk und eine kleine Kletteranlage. Hier kann man sich eine kleine Erfrischung oder ein leckeres Eis gönnen. An der Kasse kann man die Tickets für jeweils 5 Euro erwerben. Es gibt auch ein Familienticket für 17 Euro. Das Ticket für die Riesenröhrenrutsche kostet jeweils 2 Euro zusätzlich.

Dann führt ein Waldweg zu einem kleinen Aussichtsturm, einem großen „Spinnennetz“ und schließlich auf der linken Seite zum Abenteuerpfad. Dieser ist in etwa in 10-15 Minuten zu erklettern, je nach Wartezeit an den einzelnen Übergängen. Er beinhaltet Hängebrücken jeglicher Art und andere wackelige Übergänge durch die Bäume. Da er jedoch nur wenige Meter über dem Boden ist, wird keinerlei Sicherung benötigt und er kann von fast jeder Altersklasse ohne Gefahr überwunden werden. Dennoch sind Spannung und Spaß garantiert und das Gleichgewicht zu halten, ist eine kleine Herausforderung. Wir hörten viel Belustigung von Seiten der anderen Besucher in diesem Abschnitt des Erlebnisparks.

Danach bietet es sich gut an, zu einer etwas entspannteren Etappe des Parks überzugehen. Der Barfußweg ist eine schöne Abwechslung für die Sinne. Große Steine, kleine Steine und Holz kann man auf besondere Weise kennenlernen. Die Länge beträgt etwa 200 Meter und kann gemeinsam oder alleine erforscht werden.

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Foto: © Baumkronenweg

Schließlich gelangt man dann zum Baumkronenweg: Einer ebenfalls 200 Meter langen Holz-Stahlkonstruktion mit 4 Aussichtstürmen. Der Anstieg ist sanft und an sich nicht sehr spektakulär, doch die Aussicht auf Waldkirch und das Elztal bis hin zum Kaiserstuhl ist traumhaft und bei schönem Wetter natürlich am Besten zu genießen. Zudem hat man einen tollen Überblick über die verschiedenen Baumtypen des Schwarzwaldes. Der höchste Aussichtspunkt liegt etwa 23 Meter über dem Waldboden. Der Baumkronenweg ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet, da ein separater Weg den Berg hinauf mit dem Auto zu erreichen ist. Dieser darf allerdings nicht von den anderen Gästen genutzt werden.

Zum Schluss führte der Weg zu dem heimlichen Highlight des Tages: der Highspeed-Röhrenrutschbahn. Sie ist mit 190 Metern die längste in Europa und wie der Name schon sagt ein wirklicher Kick am Ende des Tages dank ihrer rasenden Geschwindigkeit. Zudem erspart man sich einen aufwendigen Abstieg auf dem Sinnesweg zurück nach unten. Die Rutsche darf nicht zu zweit und erst ab einem Alter von 8 Jahren genutzt werden. Bei starkem Gewitter oder Regen muss damit gerechnet werde, dass sie geschlossen ist.

Unten angekommen kann man noch viele weitere Freizeitattraktionen genießen. Den Schwarzwaldzoo, den Minigolfplatz und auch das Elztalmuseum ist in nächster Umgebung.

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