Endingen: Speichelprobe überführt den Mörder von Caroline G.

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Tatverdächtiger festgenommen - Speichelprobe führt Ermittler zu einem LKW-Fahrer

Polizei nimmt LKW Fahrer fest – er soll Caroline G. getötet haben

Endingen: Spur 4334, führte die Ermittler zum Täter, so Polizeipräsident Bernhard Rotzinger bei der heute einberufenen Pressekonferenz.

Richard Kerber, der Leiter der „Soko Erle“, schildert noch einmal chronologisch den Fall der vor sieben Monaten vermissten Joggerin, die kurz darauf missbraucht und getötet aufgefunden wurde. Ein vermuteter Zusammenhang mit der in Freiburg getöteten Studentin Maria L. bestätigte sich nicht. Am Tatort gesicherte DNA Spuren führten die Ermittler hingegen ins österreichische Kufstein. Dort hat der Täter schon einmal zugeschlagen und eine Studentin getötet, die er zuvor ebenfalls missbrauchte.

Auffällige Parallelen zwischen den beiden Fällen

Neben der DNA-Spur gab es weitere auffällige Parallelen zwischen den beiden Fällen, wie ein bei der heutigen Pressekonferenz ebenfalls anwesender österreichischer Ermittler erklärt. Der Tattag war ein Sonntag, an dem LKW eigentlich nicht fahren. Der Leiter der Soko Erle erklärt, beide Tatorte liegen in Näher der Autobahn. Das Sonntags-Fahrverbot spricht auch dafür, dass ein Lkw-Fahrer als Täter in Frage kommt.

Bei der damaligen Tat in Österreich wurde eine Lkw-Stange als Tatwerkzeug benutzt, die einem bestimmten Lkw-Typ zugeordnet werden konnte. Dadurch und durch eine Überprüfung entsprechender Speditionen, gelang es den Ermittlern, die Lkws herauszufiltern, die sich zur Tatzeit in Kufstein waren.

Diesen Mittwoch, erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 40-jährigen LKW-Fahrer, der im Raum Freiburg lebt. Eine Handy-Auswertung zeigte, dass er sich zur Tatzeit im Fall der getöteten Joggerin in Endingen, in Nähe des Tatorts aufgehalten hat. Zudem wurde sein LKW ebenfalls zur Tatzeit in Tatortnähe von Zeugen gesehen. Überführt wurde der Mann schließlich durch eine Speichelprobe die DNA-Spuren an den beiden Tatorten zugeordnet werden konnte. Die Ermittler nahmen den Mann dann direkt an seinem Arbeitsplatz fest.

Bei einer Vernehmung, bestritt der tatverdächtige zwar die Tatvorwürfe – so der leitende Staatsanwalt Dieter Inhofer. Aufgrund des dringenden Tatverdachts, wurde jedoch Haftbefehl beantragt.

Somit befindet sich der dringend Tatverdächtige nun in Untersuchungshaft und sieht einem Prozess mit offenbar erdrückender Beweislast entgegen…

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